NACH OBEN


Prof. Dr. Ludger Pries

Seniorprofessor

Raum  GD 1/635

Telefon  0234/32-25494

Sprechstunde  dienstags ab 15 Uhr, Anmeldung per E-Mail

E-Mail  ludger.pries[at]rub.de

Curriculum vitae (kurz) || Curriculum vitae (lang) || Lehre

Laufende Forschungsprojekte


Zuwanderung aus Südosteuropa. Teilhabe und Zusammenhalt auf kommunaler Ebene ermöglichen

Projektleitung  Prof. Dr. Ludger Pries

Projektkoordination  Christian Schramm, M.A.

Projektmitarbeitende  Andreea Nagy, Rumyana Shopova

Projektseite  EU2-Migra-Ruhr

Laufzeit  April 2021 - März 2024

Förderung  Stiftung Mercator

Die Migrationsdynamik im Ruhrgebiet hat mit der EU-Osterweiterung einen wesentlichen Schub erhalten. Neben den damit verbundenen Chancen sieht sich die Region auch vor Herausforderungen gestellt. Im anwendungsorientierten Forschungsprojekt Zuwanderung aus Südosteuropa – Teilhabe und Zusammenhalt auf kommunaler Ebene ermöglichen (ZuSudo) werden zum einen die Migrationsbewegungen zwischen Bulgarien, Rumänien und sechs ausgewählten Kommunen des Ruhrgebiets betrachtet und Prozesse des Ankommens und der multilokalen Teilhabe erfasst. Zum anderen werden die Vielzahl an Erfahrungen aus den kommunalen Integrations- und Handlungskonzepten sowie die jeweiligen integrationspolitischen Handlungsprinzipien erfasst und verglichen und auf ihre Wirksamkeit hin im Dialog bewertet.

Untersuchungsebenen und Projektziele

Unter Einbezug relevanter Akteursgruppen werden Erfahrungen und Vorschläge zur Erhöhung der Teilhabechancen der eingewanderten und wandernden Gruppen dokumentiert und zur Diskussion gestellt, welche die Kommunen bei der Gestaltung dieser Prozesse unterstützen können. Dabei wird die Untersuchung auf drei Ebenen fokussiert: Kommunen, Organisationen und Familien.

Vorgehen und Methoden

Das Projekt verfolgt einen Mixed-Methods-Ansatz und kombiniert Primärdatenerhebungen in den Ankunftskommunen des Ruhrgebiets und in ausgewählten Herkunftsregionen mittels Expert*innen-interviews, Umfragen und biografischen Interviews sowie Sekundäranalysen vielfältiger Datenquellen. Gleichzeitig integriert es Elemente von Aktionsforschung, indem erhobene und analysierte Daten mit Betroffenengruppen (Migrierende, MO, Kommunen) zurückgekoppelt und erörtert werden.

Veranstaltungen / Outputs

Es werden Konferenzen mit relevanten Akteursgruppen im Ruhrgebiet sowie in Rumänien und verschiedene Praxisdialoge organisiert. Zusätzlich wird eine internationale Summer School durchgeführt, um anwendungsorientiertes wissenschaftliches Interesse an dem Thema zu fördern. Je nach Zielgruppe werden unterschiedliche Produkte erstellt (Forschungsbericht, Policy Paper, Handlungsempfehlungen, medial verarbeitete Studienergebnisse).

Organisierte Gewalt, neue Migrationsverläufe und Entwicklung. Eine vergleichende Studie in Europa und Amerika

Projektbeteiligte 

Prof. Dr. Ludger Pries

Prof. Dr. Stephanie Schütze

Projektseite  ForMove

Das Verständnis internationaler und insbesondere forcierter Migration ist von zunehmender Bedeutung für Wissenschaft und Gesellschaft auf nationaler sowie globaler Ebene. Während der Zusammenhang von Migration und Entwicklung seit den 1990ern ausführlich erforscht wurde, ist organisierte Gewalt in den letzten beiden Jahrzehnten zu einem weiteren, zentralen Faktor geworden, der forcierte Migration beeinflusst. Es wird davon ausgegangen, dass organisierte Gewalt einen beschleunigenden Faktor innerhalb von Mixed-Migration Prozessen darstellt (z.B. organisierte kriminelle Gewalt in Zentralamerika oder Bürgerkriege im Mittleren Osten), aber der aktuelle Forschungsstand zeigt einen Mangel an Daten, die diesen Zusammenhang betrachten. Dieses Forschungsprojekt will Formen forcierter Migration in ihrem Zusammenhang mit organisierter Gewalt vergleichen und kontrastieren durch die Analyse von Biographien und Migrationsverläufen. Dafür werden lokale, nationale und globale Dimensionen berücksichtigt sowie unterschiedliche Ebenen von Machtbeziehungen untersucht, die sowohl Grund als auch Konsequenz des migration-organized-violence-nexus sein können. Das Projekt verfolgt einen transnationalen Fokus und vergleicht die beiden Transitländer Türkei und Mexiko, um:

  • Erfahrungen und Wahrnehmungen forcierter Migration und organisierter Gewalt in ihrer Repräsentation und Rekonstruktion in Migrationsverläufen und Biographien von Akteuren zu analysieren.
  • Primärdaten über die Beziehung von organisierter Gewalt und forcierter Migration durch quantitative Umfragen, ethnographische Feldarbeit, narrative und semi-strukturierte Interviews sowie Dokumentenanalyse zu erheben.
  • Ein transnationales Forschungsnetzwerk angesehener akademischer Institutionen, die innerhalb des Themas arbeiten, in einer vergleichenden Perspektive durch eine Reihe internationaler Workshops zu etablieren und die wissenschaftlichen Ergebnisse zu dokumentieren und verbreiten.

Das Projekt wird Daten auf einer Mikro- (Individuen und Gruppen) und Meso- (Organisationen und lokale staatliche Akteure) Ebene erheben. Methodisch werden dazu standardisierte Längsschnittumfragen, ethnographische Besuche von Lagern für forcierte Migranten und entsprechenden NGO’s, narrative biographische Interviews mit Migranten selbst, semi-strukturierte Experteninterviews mit Repräsentanten von NGO’s und Politik sowie Dokumenten- und Governanceanalyse genutzt. Es werden zudem Kooperationen mit Partnerinstitutionen in Herkunfts-, Transit- und Ankunftsländern eingegangen.

Migrantenorganisationen und die Ko-Produktion sozialer Sicherung. Eine Mehr-Ebenen-Analyse migrantischer Praktiken in wohlfahrtsstaatlichen Arrangements

Projektbeteiligte

Prof. Dr. Ludger Pries (RUB)

Prof. Dr. Sören Petermann (RUB)

M.A. Eva Günzel (RUB)

Prof. Dr. Ute Klammer (UDE)

Dr. Thorsten Schlee (UDE)

Dipl. Soz.-Wiss. Ariana Kellmer (UDE)

Prof. Dr. Karolina Barglowski (TUD)

M.A. Daniel Huber (TUD)

Laufzeit  Mai 2020 - Oktober 2022

Förderung  MERCUR Mercator Research Center Ruhr

Das MERCUR-Verbundprojekt erforscht, wie Migrant*innen und ihre Selbstorganisationen sozialen Risiken begegnen und soziale Sicherungsstrukturen schaffen. An den drei Universitätsstandorten Bochum, Dortmund und Duisburg soll die Einbettung von Migrantenorganisationen in die deutsche Wohlfahrtslandschaft untersucht werden, ausgehend von der Annahme, dass die Organisationen eine wichtige Rolle in der Vermittlung des Zugangs zu und der Erbringung von informellen (netzwerkbezogenen) und formalen (wohlfahrtsstaalichen) Sicherungsressourcen einnehmen. Dabei orientiert sich die Forschung an drei leitenden Fragen:

(1) Wie adressiert die politische Ebene soziale Risiken von migrierten Bevölkerungsgruppen?
(2) Wie wird auf Ebene von lokalen Migrantenorganisationen auf diese Herausforderung reagiert?
(3) Wie werden die formellen und informellen Sicherungsstrukturen von migrierten Personen tatsächlich für ihre Ziele genutzt?

An der RUB stehen Migrantenorganisationen und ihre Netzwerke im Vordergrund des Forschungsvorhabens. Hier werden die kooperativen Netzwerkstrukturen zwischen Migrantenorganisationen und anderen Wohlfahrtsträgern mittels leitfadengestützter Expert*inneninterviews mit Vertreter*innen der Organisationen erforscht. Die erhobenen Netzwerke werden schließlich analysiert und visuell aufbereitet.





Publikationsverzeichnis




Stellungnahme

Am 23.5. erschien in der WAZ ein Artikel zur differenzierenden Behandlung von Flüchtlingen aus der Ukraine und aus anderen Ländern. Den Artikel finden Sie hier. Darin wurde unter anderem Prof. Pries zitiert, der diese Ungleichbehandlung als diskriminierend bezeichnete. Da Prof. Pries hierzu mehrere Kommentare erhielt, möchte er mit einer etwas ausführlicheren Begründung - hier zum Herunterladen - seinen Standpunkt erläutern.

Artikel

Jüngst erschienen unter der Beteiligung von Prof. Pries oder als alleinige Autorenschaft die folgenden wissenschaftlichen Veröffentlichungen:

  • Alba, Ximena/Pries, Ludger/Schütze, Stephanie, 2022: The Nexus of Forced Migration and Organized Violence. In: Feldmann, Andreas E./Bada, Xóchitl/Durand, Jorge/Schütze, Stephanie (eds.), The Routledge History of Modern Latin American Migration. London/New York: Routledge, chapter 22.
  • Pries, Ludger, 2022: Die Zukunft einer religionssensiblen und pluralen Wohlfahrtspflege. In: Sozialer Fortschritt, 71, S. 293-302.

Vortrag

A 23.3. hielt Prof. Pries im Faculty Talk der Donau-Universität Krems einen Vortrag zum Thema "Transnationale Identitäten und Zugehörigkeiten". Die Vortragsfolien finden Sie hier.


Mitarbeitende

Dr. Berna Zülfikar-Savci

Raum  GD 1/611

Telefon  0234/32-19663

E-Mail  berna.zuelfikarsavci[at]rub.de

Sprechstunde  n.V., Anmeldung per E-Mail

Profil  Researchgate



Lebenslauf

seit 07/2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Soziologie/Organisation, Migration, Mitbestimmung, Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum

02/2017 - 12/2019 Assistenzprofessorin am Institut für Wirtschaftswissenschaften der Fakultät für Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften der Cankiri Karatekin Universität, Türkei

09/2018 - 06/2019 Leiterin des Lehrstuhls für Internationale Wirtschaft und Wirtschaftsentwicklung, Fakultät für Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften an der Cankiri Karatekin Universität, Türkei

09/2010 - 02/2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Internationale Wirtschaft und Wirtschaftsentwicklung, Fakultät für Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften an der Cankiri Karatekin Universität, Türkei

09/2007 - 06/2010 Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Hacettepe University, Master-Abschluss mit der Arbeit: „An  Evaluation  of  Social  Risk  Mitigation  Project  by  a  Participatory Approach.“ (Betreuer: Prof. Dr. Hatice Karaçay & Assoc. Dr. Filiz Kardam)

10/2008 - 04/2009 Projektassistentin im Projekt „Demographic and Health Survey 2008“ am Institut für Bevölkerungsstudien der Hacettepe Universität, Ankara, Türkei

06/2008 - 09/2008 Projektassistentin im Projekt „Häusliche Gewalt gegen Frauen“ am Institut für Bevölkerungsstudien der Hacettepe Universität, Ankara, Türkei

09/2004 - 07/2007 Studium (B.A.) über internationalen Handel an der Cankaya Universität, Ankara, Türkei

09/2002 - 07/2007 Studium (B.A.) der Wirtschaftswissenschaften an der Cankaya University, Ankara, Türkei

 

Themenschwerpunkte

Zwangsmigration, internationale Migration, Bevölkerungsstudien, Entwicklungsökonomie, Armut

Publikationen

Zülfikar Savci, Berna Safak; Ergöcmen, Ayse Banu. 2019. An Analysis on Migration Corridor Between Turkey and European Countries from Development Perspective. Mehmet Akif Ersoy University Journal of Institute of Social Science, 11 (30), P. 886 – 901. doi.org/10.20875/makusobed.634732

Zülfikar Savci, Berna Safak. 2019. A Theoretical Analysis on International Migration Pattern and Development Stages of Turkey. Participated to the III. International Symposium on Economics, Politics and Administration. (Basierend auf der Doktorarbeit)

Yakisik, Harun; Dölarslan, Emre Sahin; Zülfikar Savci, Berna Safak. 2017. A New Scale of Poverty:  How the Officially Recorded Poor People in Turkey Perceive Themselves? Development Policy Review, 35 (2), p. O322-O337. doi.org/10.1111/dpr.12225

Karaçay Çakmak, Hatice; Zülfikar, Berna Safak; Aydin, Derya. 2014. Women and Empowerment in Development Studies:  How Should It Be Examined? Afyon Kocatepe Unıversity Journal of Economics and Administrative Sciences, 16(2), P.15-31. (auf Türkisch) iibfdergi.aku.edu.tr/pdf/16_2/ibfaral%c4%b1k2014.pdf

Yakisik, Harun; Zülfikar, Berna Safak. 2013. Rural and Urban Poverty in Turkey after 2000s: Samples in Rural Poverty Reduction Applications.  Çukurova Unıversity Journal of Economics and Administrative Sciences, 17(2), P. 29-49. (auf Türkisch).

Zülfikar, Berna Şafak; Karaçay–Çakmak, Hatice; Kardam, Filiz. 2010. The Impact of Income Generating Projects on Poverty Alleviation: Ankara Case. (In Turkish). Participated to International Symposium on Poverty Alleviation Strategies, (13-15 October 2010), T.R. Prime Ministry General Directorate of Social Assistance and Solidarity: Istanbul. (Konferenzbeitrag basierend auf der Masterarbeit).

Zülfikar, Berna Safak. 2010. Poverty and Struggling with Poverty. Chapter in the Panel Book with title: Poverty in Abundance: Are we used to living in poverty? SÜRKAL Press. (basierend auf der Masterarbeit).

 

Lehrveranstaltungen

2018-2019 Wintersemester:
•    IKT 507-Scientific Research Methods and Ethics.
•    IKT 605- Scientific Research Methods and Ethics.
2018-2019 Sommersemester:
•    IKT 309- Statistical Software Application.
•    İKT 418-Political Economy.
•    IKT 532- The Transition of Turkish Socio-Economic Structure.
•    İKT 611-Migration Economics.
•    IKT 500- Seminar.
2017-2018 Wintersemester:
•    IKT 507-Scientific Research Methods and Ethics. Master Level.
•    IKT 522-Political Economy.
2016-2017 Sommersemester:
•    IKT 522-Political Economy.
•    IKT 418-Political Economy.
2016-2017 Wintersemester:
•    IKT 105-Orientation.  
•    IKT 503-Research Methods in Social Science. 
2014-2015 Wintersemester:
•    IKT 503-Research Methods in Social Science. 
2012-2013 Wintersemester:
•    IKT 309-Statistical Software Application




Natalia Bekassow, M.A.

Raum  GD 1/311

Telefon  0234/32-24067

E-Mail  natalia.bekassow[at]rub.de

Sprechstunde  freitags 10-12 Uhr, Anmeldung per E-Mail

Profile Researchgate || Orcid

Studienberatung Management und Regulierung von Arbeit, Wirtschaft und Organisation || MaRAWO

Aktuell in Elternzeit || Vertretung bis auf Weiteres durch Christian Schramm, M.A.



Lebenslauf

Seit 04/2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Soziologie/Organisation, Migration, Mitbestimmung, Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum.

06/2016 – 03/2019 wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl Soziologie/Organisation, Migration, Mitbestimmung, Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum.

05/2015 – 07/2019 Studium der Sozialwissenschaft und Anglistik an der Ruhr-Universität Bochum. Master-Abschluss (M.Ed.).

04/2013 – 05/2016 studentische Hilfskraft am Lehrstuhl Soziologie/Organisation, Migration, Mitbestimmung, Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum.

10/2011 – 04/2015 Studium der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und Anglistik an der Ruhr-Universität Bochum. Bachelor-Abschluss (B.A.).

09/2005 – 05/2010 Studium an der Fakultät für Linguistik der staatlichen Universität Stawropol, Russland. Diplom-Abschluss.

 

Themenschwerpunkte

Migrationssoziologie, Transnationalismus, Flucht, Schulforschung, Rassismus- und Diskriminierungsforschung.

Publikationen

Bekassow, Natalia (2020). Buchrezension. Lenhard, Tabea. In Between. Identität und Zugehörigkeit Deutscher Third Culture Kids im Spannungsfeld der Kulturen. Tectum: Baden-Baden. Diskurs Kindheits- und Jugendforschung 4, S. 475-477. doi.org/10.3224/diskurs.v15i4.14

Pries, Ludger & Bekassow, Natalia (2020) (im Erscheinen). In: Lydia Heidrich, Yasemin Karakaşoğlu, Paul Mecheril & Saphira Shure, eds., Regimes of Belonging – Schools – Migrations. Teaching in (Trans)National Constellations. Wiesbaden: Springer VS.

Pries, Ludger & Bekassow, Natalia (2017). Is there a European Refugee Citizenship in the Making? The still weak institutional basis of a Common European Asylum System. In: Mackert, Jürgen/Turner, Bryan, eds., The Transformation of Citizenship, Volume 2, Boundaries of Inclusion and Exclusion. London/New York: Routledge, pp. 116-134.

Pries, Ludger & Bekassow, Natalia (2015). Discriminação e Racismo na União Europeia: diagnóstico de uma ameaça negligenciada e da investigação científica correspondente. Sociologias (UFRGS-Porto Alegre) 17 (40), pp. 176-211.

 

Lehrveranstaltungen

WiSe 2020/21 080249 S Einführung in die Migrationssoziologie - Theoretische Grundlagen und aktuelle Forschungsbefunde, InterVerg, Teil I, Do 10-12h, digital.

SoSe 2020 080272 S Young people on the move: life courses of young refugees, KuWaMi, Teil II, Do, 10-12h, GD 1/236a.

WiSe 2019/20 080250 S Einführung in die Migrationssoziologie -Theoretische Grundlagen und aktuelle Forschungsbefunde, KuWaMi, Teil I / InterVerg, Teil II, GBCF 04/611.

SoSe 2019 S Einführung in die Integrationsforschung – theoretische Grundlagen und aktuelle Forschungsbefunde, KuWaMi, Teil I / InterVerg, Teil II, GD E1/156.




Rafael Bohlen, M.A.

Raum  GD 1/311

Telefon  0234/32-28429

E-Mail  rafael.bohlen[at]rub.de

Sprechstunde n.V., Anmeldung per E-Mail

Profile  Researchgate || Orcid

 



Lebenslauf

11/2020 International Realization Budget, Preis für Internationalisierungsvorhaben im Rahmen der Dissertation

seit 09/2020 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Soziologie/Organisation, Migration, Mitbestimmung, Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum

seit 09/2020 Promotion an der Fakultät für Sozialwissenschaft and der Ruhr-Universität Bochum

seit 09/2020 Stipendiat bei The Tokyo Foundation for Policy Research and the member of the Mikrokolleg “Forced Migration” of The Ryoichi Sasakawa Young Leaders Fellowship Fund (SYLFF)

12/2019 – 06/2020 Praktikum bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Eschborn, Abteilung Governance/Konflikt, Kompetenzcenter Frieden und Nothilfe

07/2019 – 08/2019 Forschungsaufenthalt in Bogotá und Cúcuta (Kolumbien) im Rahmen der Masterarbeit, gefördert durch den DAAD (PROMOS)

04/2017 – 04/2020 Studium der Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum, Master-Abschluss mit der Arbeit „Que salga el régimen! – Transnationale Handlungsräume des politischen und zivilgesellschaftlichen Aktivismus von venezolanischen Migranten in Kolumbien“

08/2018 – 02/2019 Auslandssemester am Colegio de la Frontera Norte, Tijuana, Mexiko, gefördert durch den DAAD (PROMOS)

04/2017 – 12/2019 wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl Soziologie / Organisation, Migration, Mitbestimmung

04/2017 – 12/2019 wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Friedenssicherungsrecht und humanitäres Völkerrecht (IFHV)

02/2016 – 05/2016 Praktikant im Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Gruppe: Internationale Migration

05/2015 – 04/2017 studentische Hilfskraft am Lehrstuhl Soziologie / Organisation, Migration, Mitbestimmung im Projekt „Mapping Refugees‘ Arrivals at the Mediterranean Borders (MAREM)“

04/2015 – 04/2017 studentische Hilfskraft am Institut für Friedenssicherungsrecht und humanitäres Völkerrecht

10/2013 – 12/2016 Studium der Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum, Bachelor-Abschluss mit der Arbeit „Begleiteffekte von Interventionen in Neuen Kriegen – Plan Colombia und die Konfliktökonomie im Chocó“

 

Themenschwerpunkte

(Forcierte) Migration, Konflikte, Organisierte Gewalt, Organisationen, Transnationalismus, Lateinamerika

Publikationen

Bohlen, Rafael and Pries, Ludger (im Erscheinen). Transnational Organisations. In: Collins, F. L. & Yeoh, B., Hg., Edward Elgar Handbook on Transnationalism. Cheltenham: Edward Elgar.

Bohlen, Rafael (2020). Que Salga el Régimen! Transnationale Handlungsräume zwischen ‚Exit, Voice and Loyalty‘ – Eine explorative Fallstudie zu (forcierter) Migration und politischem Aktivismus venezolanischer Migranten in Kolumbien. IFHV Working Papers, 10.

Pries, Ludger and Bohlen, Rafael (2019). Transnational Migration and the Travelling of Religious Beliefs. In: Andreas Bieler, HyeRan Kim-Cragg, Illona Nord & Isolde Karle, Hg., Religion and Migration. Negotiating Hospitality, Agency and Vulnerability. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, S. 21 −40.

Dijkzeul, Dennis; Fauser, Margit and Bohlen, Rafael (2019). Conclusion: What is the Relevance of Diaspora Organizations for International Relations Theory and Research? In: Dennis Dijkzeul & Margit Fauser, Eds.., Diaspora Organizations in International Affairs. London: Routledge, S. 176 −193.

Pries, Ludger and Bohlen, Rafael (2019). Lateinamerika und Internationale Migration. In: Günther In: Maihold, Harmut Sangmeister und Nikolaus Werz, Hg., Handbuch Lateinamerika. Baden-Baden: Nomos, S. 634−642.

Dijkzeul, Dennis; Bohlen, Rafael; Mehrabi, Flora (2017). Auf Krisen Vorbereiten: Summer School ‚Humanitarian Action in the 21st Century‘. Neues Handbuch Hochschullehre, C 2.38.

Bohlen, Rafael; Schulte, Stefanie; Bahar, Yeter: Report Malta. In: Anna Gansbergen, Ludger Pries und Juliana Witkowski, Hg., Versunken im Mittelmeer – Flüchtlingsorganisationen und das europäische Asylsystem. Bielefeld: Transcript.

 

Lehrveranstaltungen

2019: Lektürekurs zur Vorlesung „Grundfragen und Hauptbegriffe der Soziologie“

2017-18: Tutorium zur Vorlesung „Grundfragen und Hauptbegriffe der Soziologie“




Andreea Nagy, M.A.

Adresse  Konrad-Zuse-Str. 16, R.334, 44801 BO

Telefon  0234/32-22796

E-Mail  andreea.nagy[at]rub.de
 



Seit 04/2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt "Zuwanderung aus Südosteuropa – Teilhabe und Zusammenhalt auf kommunaler Ebene ermöglichen" (ZuSudo) am Lehrstuhl Soziologie/Organisation, Migration, Mitbestimmung, Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum

11/2019 – Aktuell  Project & Training Manager (Teilzeit), CENTRE FOR EUROPEAN VOLUNTEERING (CEV), Brüssel, Belgien

10/2017 – 12/2020 Jugendarbeiterin, WERKSTADT / PACT ZOLLVEREIN, Essen, Deutschland

11/2012 – 10/2019: Communication Officer & Event Manager, CENTRE FOR EUROPEAN VOLUNTEERING (CEV), Brüssel, Belgien

10/2008 – 02/2009 Erasmus student, UNIVERSITÉ DE BOURGOGNE, Dijon, France

10/2007 – 06/2009 MASTER (MA) Philosophische Hermeneutik, WEST UNIVERSITÄT TIMIȘOARA, Rumänien

08/2005 – 06/2008 Austauschprogramm, SLIPPERY ROCK UNIVERSITY, Stipendiatin Open Society Institute New York und Soros Foundation Romania

10/2003 – 02/2008 BACHELOR Philologie Englisch-Italienisch (Sprache und Literatur), WEST UNIVERSITÄT TIMIȘOARA, Rumänien

10/2003 – 07/2007 BACHELOR Philosophie, WEST UNIVERSITÄT TIMIȘOARA, Rumänien

 

Lehrveranstaltungen

WiSe 21/22: Types of mobility and migration in the European Union - a comparative perspective




Christian Schramm, M.A.

Adresse  Konrad-Zuse-Str. 16, R.334, 44801 BO

Telefon  0234/32-24690

E-Mail  christian.schramm[at]rub.de

Sprechstunde  donnerstags, Anmeldung per E-Mail

Profile  Researchgate || Orcid



Lebenslauf

Seit 04/2021 Projektkoordinator ZuSudo „Zuwanderung aus Südosteuropa – Teilhabe und Zusammenhalt auf kommunaler Ebene ermöglichen“, Lehrstuhl Soziologie/Organisation, Migration, Mitbestimmung (SOZOMM), Fakultät für Sozialwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum

02/2021 Promotion an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum mit dem Thema: „Wandlungsdynamik transnationaler Familien unter Krisenbedingungen“, finanziert durch die Heinrich-Böll-Stiftung (09/2013 – 08/2017).

10/2017–03/2021 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Soziologie/Organisation, Migration, Mitbestimmung (SOZOMM), Fakultät für Sozialwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum

05/2015–05/2017 Koordinator des Medienprojekts (pro bono) „Sans Papiers TV – Médias par et pour les sans-papiers en Belgique“, Brüssel, Belgien, http://www.youtube.com/sanspapierstv

01/2013–07/2013 Projektleiter des Medienprojekts „Migratie in Beeld“ bei der Medienplattform Noticias.nl, Amsterdam, Niederlande

02/2011–12/2012 Video-Journalist (European Volunteer Service) bei der Medienplattform Noticias.nl, Amsterdam, Niederlande

04/2010–12/2010 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut Observatorio Permanente sobre la Inmigración en la Provincia de Jaén, Universität Jaén, Spanien. Forschungsprojekt: “Ánalisis e intervención sobre inmigrantes magrebíes e iberoamericanos en la provincia de Jaén IV”

10/2004–07/2005 Studium (free mover) an der Fakultät für Politikwissenschaften und Soziologie der Universität Granada, Spanien

10/2002–10/2009 Studium der Soziologie (HF), Kommunikations- und Medienwissenschaft (NF) und Hispanistik (NF) an der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie der Universität Leipzig; Abschluss zum Magister Soziologie (M. A.) mit der Arbeit: „Die Bedeutung transnationaler Netzwerke für Rückkehrentscheidung und Reintegration im Migrationsprozess“

 

Themenschwerpunkte

Internationale Migration, Transnationale Familien, Soziale Mobilität, Irregulärer Aufenthalt - Handlungsstrategien/Opportunitätsstrukturen, Biographieforschung

Publikationen

Schramm, Christian; Kramer, Paul-Fiete (2021): The Corona Crisis and the systemic relevance of jobs in Germany: Towards a new appreciation and solidarity? The European Sociologist, Issue 45, Pandemic (Im)Possibilities, Vol. 2. [access here]

Schramm, Christian (2021): Krisen in Migrationsbiographien. Zwischen sozialem Abstieg und transnationaler familialer Einbettung. in: Blättel-Mink, Birgit (Hg.): Gesellschaft unter Spannung. Verhandlungen des 40. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie 2020. https://publikationen.soziologie.de/index.php/kongressband_2020/article/view/1392/1654

Pries, Ludger; Schramm, Christian; Wieschalla, Melanie (2020): Traces and Sediments of Organized Violence in Biographical Narratives in Mexico. In: Bahl, Eva und Becker, Johannes (Hg.): Global Processes of Flight and Migration. The Explanatory Power of Case Studies / Globale Flucht- und Migrationsprozesse. Die Erklärungskraft von Fallstudien. Göttinger Beiträge zur soziologischen Biographieforschung - Göttingen Series in Sociological Biographical Research, Nr. 4, Göttingen: Göttingen University Press, S. 145-162. https://doi.org/10.17875/gup2020-1318

Schramm, Christian (2019): Dynamics of change in transnational families  ̶  Biographical perspectives on family figurations between Spain and Ecuador, ZfF – Zeitschrift für Familienforschung / Journal of Family Research, Vol. 3, S. 264-286. https://doi.org/10.3224/zff.v31i3.02

Schramm, Christian (2012): La inmigración permanente en Jaén desde la perspectiva latinoamericana. In: Esteban de la Rosa, Gloria/ Menor Toribio, José A. (Hg.): Estudios e Informes sobre la inmigración extranjera en la provincia de Jaén 2009-2011. Observatorio Permanente sobre la Inmigración en la Provincia de Jaén, Granada: Editorial Comares, S. 77-135 [access here].

Schramm, Christian (2011): Retorno y reinserción de migrantes ecuatorianos. La importancia de las redes sociales transnacionales. CIDOB d’Afers Internacionals, nº 93-94, S. 241-260 [access here].

Schramm, Christian (2011): Incidencia de la crisis económica en la situación socio-laboral de la población latinoamericana en la provincia de Jaén y su influencia sobre la decisión de retornar. In: Ortega Pérez, Nieves et al. (Hg.): Inmigración y crisis económica: retos políticos y de ordenación jurídica. Colección Trabajo y Seguridad Social, nº 58, Granada: Editorial Comares, S. 171-186 [access here].

 

Lehrveranstaltungen

WiSe 17/18: Einführung in die Migrationssoziologie - Theoretische Grundlagen und aktuelle Forschungsbefunde

SoSe 18: Familien in der Migration – Herausforderungen grenzüberschreitender Formen familiären Zusammenlebens

WiSe 18/19: Einführung in die Migrationssoziologie - Theoretische Grundlagen und aktuelle Forschungsbefunde

SoSe 19–WiSe 19/20: Sozialer Statuswandel in Migrationsbiographien - Biographische Analyse sozialer Positionierungsprozesse von Geflüchteten mit Gewalterfahrung und/oder prekärem Aufenthaltsstatus (Link zum Vorlesungsverzeichnis)

WiSe 19/20: Mediale Verarbeitung von Biographien Geflüchteter mit Gewalterfahrung und/oder prekärem Aufenthaltsstatus (finanziert durch das Universitätsprogramm Forschendes Lernen und die Gesellschaft der Freunde der RUB).

SoSe 20: Einführung in die Migrationssoziologie - Theoretische Grundlagen und aktuelle Forschungsbefunde (online)

WiSe 20/21: Betreuung von Arbeitsgruppen, M.A. Migration, diversity and citizenship (UNIC network) (Kursleitung: Ludger Pries, Hilal Saridayi)

SoSe 21: S Eine Herausforderung für das europäische Migrationsregime? Wanderungs- und Teilhabedynamiken von Migrant*innen aus Südosteuropa (EU2)

WiSe 21/22: Spring School im Rahmen des Forschungsprojekts ZuSudo: EU enlargement, migration dynamics & policy responses - The case of Bulgaria and Romania

WiSe 21/22: M.A., Arbeits- und Organisationssoziologie


Hilfskräfte

Judith Kirberger, B.A.

Raum  GD 1/620

Telefon  0234/32-22782

E-Mail   judith.kirberger[at]rub.de


Mohammad Mustafa

Raum  GD 1/611

Telefon  0234/32-19663

E-Mail  mohammad.mustafa[at]rub.de


Nick Linsel, B.A.

Raum  GD 1/611

Telefon  0234/32-19663

E-Mail  nick.linsel[at]rub.de


Rumyana Shopova

Adresse  Konrad-Zuse-Str. 16, R.334, 44801 BO

Telefon  0234/32-22796

E-Mail  rumyana.shopova[at]rub.de


Wilhelm Martin Wittsieker

Raum  GD 1/311

Telefon  0234/32-24067

Email  wilhelm.wittsieker[at]rub.de




Promovierende

Rafael Bohlen

Institutional resilience of organized violence - The role of forced migration and human mobility as favoring factors. A comparative case study of the Mara Salvatrucha (MS-13) and the Cartel Jalisco Nueva Generación (CJNG)

Warum ist die organisierte Gewalt in Zentralamerika so resilient? Wie schafft es die MS-13, nicht nur organisatorisch zu überleben, sondern angesichts rigoroser Strafverfolgung, starker Konkurrenz und interner Streitigkeiten zu expandieren? Um diese Fragen zu beantworten, wird eine soziologische Perspektive eingenommen, die, von den Konzepten der Resilienz- und Praxistheorie inspiriert, auf organisatorische Dynamiken fokussiert.
Die Problematiken der forcierten Migration in Zentralamerika und die zunehmende Bedeutung von grenzüberschreitenden Prozessen erfordern eine transnationale Perspektive. Um die institutionelle Resilienz organisierter Gewalt zu erklären, werde ich mich daher auf Aktivitäten konzentrieren, die aus forcierter Migration und Wanderungsbewegungen resultieren, etwa Menschenhandel, Erpressung von Remittances und die Nutzbarmachung der forcierten Migration als politisches Kapital. Theoretisch gehe ich davon aus, dass Organisationsstrukturen begrenzen, wann und in welchem Umfang die Organisation Chancen aus ihrer Umwelt nutzen kann.
Die Handlungsmöglichkeiten, die aus der Umwelt resultieren werden als organisationale Agency ausgeübt. Ausgehend von der Praxistheorie formt diese Agency Organisationsstrukturen. Theoretisiert als wechselseitige Interaktion von Struktur und Agency, beziehen sich diese umgestalteten Strukturen zurück auf die organisatorischen Kapazitäten und erweitern so Handlungsspielräume, die sich aus der Umwelt der Organisation ergeben. Folglich theorisiere ich jenen Prozess sowohl als den Prozess der institutionellen Resilienz als auch der institutionellen Destabilisierung. Dies ist keine deterministische Pfadabhängigkeit hin zu ungebrochenem organisatorischem Wachstum, sondern beschreibt vielmehr einen konfliktiven und mehrdeutigen reziproken Prozess. Zum Erkenntnisgewinn hinsichtlich unterschiedlicher Prozesse institutioneller Resilienz, werden MS-13 und CJNG gegenübergestellt. Forschungsaufenthalte in Mexiko, El Salvador und in den Vereinigten Staaten sind für die Jahre 2021 und 2022 geplant.

Rafael Bohlen ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Friedenssicherung und humanitäres Völkerrecht




Olympia Dumitru

Professional remittances of Romanian physicians: A transnational approach

The focus of this study is on the professional remittances of the Romanian physicians from abroad. Professional remittances are the transfer of technical and (industry or sector) specific knowledge, skills, ideas and professional training. In this study the remittances were measured by gathering data and information about the degree of participation, the avenue used in participation and the types of participation of the Romanian doctors in providing professional remittances. The method used in the study is that of interviewing representatives of different institutions from the health sector, such as hospitals, universities (medical faculties), orphanages and others in order to be able to use data from the interviews to measure the impact at different levels in the national health and social sphere.




Serife Erol

Die Rolle der Arbeitsorientierungen bei der Erklärung des Weiterbildungsverhaltens der Beschäftigten

Mein Dissertationsvorhaben unternimmt den Versuch, einen Beitrag zum besseren Verständnis des Weiterbildungsverhaltens der Beschäftigten zu leisten. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass jenseits individueller und berufsbiographischer Faktoren die betriebliche Organisation der Arbeit und berufliche Kontextfaktoren für die Lernaktivitäten der Erwachsenen eine primäre Rolle spielen. Unbefriedigend bleibt jedoch die Annahme, dass den Beschäftigten unter gleichen oder ähnlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen gleiche Weiterbildungsverhalten zugeschrieben werden. Kann es nicht unter denselben Arbeits- und Lebensbedingungen durchaus sehr individuelle Arbeitsmuster und berufliche Lebenspläne geben, die wiederum das Weiterbildungsverhalten der Beschäftigten bestimmen? Arbeitsorientierungen bzw. individuelle und kollektive Muster von Wirklichkeitsdeutungen und Handlungsorientierungen, beeinflussen das Handeln und Verhalten einer Person im Bereich der Arbeitswelt entscheidend. Daraus ergibt sich die Frage, in welchem Ausmaß die sozialen Institutionen (Markt, Beruf, Soziales Netzwerk, Organisation) die „objektiven Handlungsgelegenheiten“ sowie deren Wahrnehmung in Erwerbsbiographien bestimmen, da Institutionen nicht allein „objektive Handlungsgelegenheiten“, sondern auch „subjektive Handlungsorientierungen“ und die Wahrnehmung von Handlungschancen begrenzen, bestimmen und strukturieren (Pries 1997).
Dieses Dissertationsvorhaben zielt darauf ab, die Rolle der Arbeitsorientierungen bei der Erklärung des berufsbezogenen Weiterbildungsverhaltens von Beschäftigten zu untersuchen. Im Zentrum des Projekts steht die These, dass ein Teil der Effekte von den bedeutenden Determinanten (Soziodemographische Merkmale wie Geschlecht, Alter, Bildung, Migrationshintergrund und arbeits- und beschäftigungsbezogene Merkmale wie Arbeitszeit, Berufsstatus und Einkommen) der Weiterbildungswahrscheinlichkeit über die Arbeitsorientierungen vermittelt wird.

Serife Erol bei Researchgate




Paul-Fiete Kramer

Digitalisierung von Arbeit und Erwerbsregulierung: Crowdworking als Herausforderung für Mitbestimmung und Interessenvertretung

Die Digitalisierung der Arbeit und damit verbundene neuen Arbeits- und Beschäftigungsformen im Rahmen der Plattformökonomie umfassen sowohl die Möglichkeiten flexibler Arbeit und individueller Erwerbskonstellationen als auch Risiken ökonomischer Rationalisierungen und prekärer Beschäftigungsverhältnisse. Diese beiden Seiten der Digitalisierung der Arbeit charakterisieren das Phänomen des Crowdwork. Einerseits werden "klassische" Formen der Verteilung und Strukturierung von Arbeit und Beschäftigung durch plattformspezifische Mechanismen ersetzt und bieten Individuen die Möglichkeit, ihre Arbeit entlang ihrer eigenen Interessen und Orientierungen zu organisieren. Auf der anderen Seite wird Crowdwork in hohem Maße von radikalen Marktbedingungen dominiert, deren Wettbewerbsregeln die Crowdworker unter Druck setzen und vielfältige Unsicherheiten mit sich bringen. Crowdwork kann also als ein spannungsreiches Phänomen angesehen werden: es ist sowohl ein Instrument zur Verwirklichung individueller erwerbsbezogener Präferenzen als auch Ausdruck eines verschärften digitalen Kapitalismus. Ziel des Forschungsprojekts ist es, eine detaillierte Analyse der mit dem Crowdwork verbundenen, heterogenen Strukturen sowie der vielfältigen, individuellen Motivationen und Strategien der Crowdworker vorzunehmen. Folgende Fragen stehen dabei im Vordergrund: Welche (strukturellen) Anforderungen ergeben sich bei der plattformvermittelten Arbeit? Welche Arbeitsorientierungen bringen Crowdworker mit? Welche Dynamiken lassen sich vor diesem Hintergrund mit Blick auf zentrale erwerbsstrukturierende Institutionen (u.a. Markt, Organisation, Beruf) erkennen? Welchen Stellenwert nimmt Crowdwork für die Betroffenen innerhalb ihrer Erwerbsbiografie ein? Welche Herausforderungen ergeben sich aus all dem für Fragen der Erwerbsregulierung und Interessenvertretung?

Paul-Fiete Kramer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arbeit und Qualifikation




Mais Masadeh

Yazidi survivors of ISIS: Strategies, dispositions and resources of social resilience from organized violence to migration in Germany

On 3 August 2014, the terrorist organisation identifying as the Islamic State of Iraq and Syria [ISIS] conducted organized attacks in the Sinjar region of Iraqi-Kurdistan, with the intent to persecute and eliminate the Yazidi people, an ethnoreligious group residing in the area. The genocide against Yazidis led to the expulsion and exile of approximately 300,000 persons from their homeland while an estimated 6,800, mostly women and children, were kidnapped by ISIS. Most of these abductees were subjected to heinous crimes against humanity including sexual violence, human trafficking and slavery. In response to the mass scale of violence in the region, the German State of Baden-Württemberg launched a Special Quota Humanitarian Program in 2015 called “Schutzbedürftiger Frauen und Kinder aus dem Nordirak.” The program received 1,200 survivors into Germany and provided medical, psychological, and social assistance to them. These survivors, several of whom are the target of this study, are experiencing a protracted limbo. On the one hand, they are experiencing ambivalences of foreign societal and cultural contexts in Germany. On the other hand, they cannot return due to the complete destruction of their villages and loss of their families.

This study focuses on the biographical experiences of these Yazidi women and children before and after migration to Germany and addresses three research questions. The first question examines the group’s strategies and dispositions of social resilience in their experiences and constellations of violence. The second question scrutinizes the organizational, social, and political factors that shaped and reframed the group’s social resilience strategies and dispositions. Considering this target group as subjects capable of agency, the third question analyses their perpetuation of resistance and challenging the victim’s image in exile.

This work draws upon ten months of ethnographic research with twenty-six Yazidi survivors. It included biographical narrative interviews, participant observation, participation in wider ‘Yazidi Community’ events and semi-structured interviews with professional staff of the Special Quota Humanitarian Program. For data analysis, the study applied the Biographical Case Reconstruction (G.Rosenthal 2004, 2018) and the Qualitative Content Analysis method (P. Mayring 2014, 2015).

Mais Masadeh is a research associate at the institute for international law of peace and armed conflict




Melanie Wieschalla

Organized violence in narratives of forced migration - Experiences of organized violence in migration trajectories of Salvadoran and Mexican migrants

Bewaffnete Konflikte und organisierte Gewalt spielen eine immer wichtigere Rolle in den heutigen Migrationen. Bisherige Forschungen zu diesem Thema blieben auf einer nationalen oder lokalen Ebene, und es wird häufig vermieden, längere Zeiträume bei der Analyse dieser Probleme zu berücksichtigen. Dieses Projekt befasst sich mit der Rolle der Erfahrungen organisierter Gewalt in Migrationsverläufen der letzten 15 Jahre in Nord- und Mittelamerika und deren Darstellung in biographischen Migrationserzählungen und analysiert somit eine der Ursachen von Migration. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, die Faktoren der organisierten Gewalt zu identifizieren, die Lebens- und Migrationsverläufe beeinflussen. Um diese Fragen zu beantworten, werden in Mexiko biografisch-narrative Interviews mit mexikanischen und salvadorianischen Migranten geführt, die in den letzten 15 Jahren Migrationserfahrungen aufzuweisen haben, sowie Interviews mit zivilgesellschaftlichen Organisationen in diesem Bereich. Die Interviews werden anhand der Dokumentarischen Methode ausgewertet, um die gemeinsamen Orientierungsrahmen der Befragten im Umgang mit Erfahrungen organisierter Gewalt und ihrer Bedeutung für Migrationsverläufe zu finden. Es soll einen Beitrag zur (Zwangs-)Migrationsforschung geleistet werden, wobei der Schwerpunkt auf der Rolle organisierter Gewalt liegt.

Melanie Wieschalla bei Researchgate