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Daniel Schubert, M.A.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Raum: GD E1/608
Telefon: +49 234 32-22661
E-Mail: daniel.schubert-p3r@rub.de

Sprechzeiten: nach Vereinbarung

ORCID-ID: 0000-0001-6878-046X

Forschungsinteressen

Soziale Ungleichheit, Migration, Integration, soziale Netzwerkanalyse, ökonomische Netzwerke in Bezug auf Drogenhandel, Veränderung von Werten und Normen, Einstellungen gegenüber unterschiedlichen Personengruppen, generationale Unterschiede im Konsumverhalten von Substanzen, Wirkung von Institutionen auf die Bewertungen von Leistungen, politische Gewalt

 

Vita | Vorträge | Publikationen



Promotionsprojekt

Die Entwicklung eines agentenbasierten Simulationsmodells zur Untersuchung von Segregationsprozessen in Deutschland

Das Promotionsvorhaben versucht Prozesse residentieller Segregation als zeitlichen Verlauf von individuellen Umzugsentscheidungen von Haushalten und die sich daraus ergebenden Segregationsmuster auf der Makroebene zu erklären. Dabei richtet sich der Fokus auf die Präferenzen für Eigenschaften und Bedingungen der Wohnumgebung aus der Perspektive von Bewohnern und Haushalten. Dabei ist die Handlungsannahme, dass Personen umziehen, wenn sie mit der Wohnumgebung unzufrieden sind. Durch selektive Weg- bzw. Zuzüge von bestimmten sozialen Gruppen entstehen Segregationsmuster. Als Folge kann sich die Infrastruktur der jeweiligen Wohngebiete ändern, was weiteres selektives Umzugsverhalten nach sich zieht.

Studien haben gezeigt, dass in deutschen Großstädten soziale Segregation zunimmt und ethnische Segregation sinkt. Diese Trends legen den Schluss nahe, dass diese Prozesse von unterschiedlichen sozialen Mechanismen beeinflusst werden. Im Promotionsvorhaben werden die Segregationsprozesse mithilfe von Simulationen des sozialen Verhaltens in Nachbarschaften modelliert: Mit agentenbasierten Simulationsstudien (ABM) werden durch individuelle Eigenschaften (Wohneinstellungen) und Verhaltensannahmen (residentielle Mobilität) Makrophänomene (Segregationsmuster) generiert. Dabei hängt die Erklärung tatsächlicher bzw. die Prognose zukünftiger Segregationsmuster vom Komplexitätsgrad und Realitätsgehalt des Inputs der ABM ab. Ziel ist es, ein Simulationsmodell zu entwickeln, mit dem Segregationsprozesse für den deutschen Kontext nachgezeichnet werden können.


Kurzvita


Vorträge


Publikationen

 

Schubert, Daniel und Brand, Alexander. (2022). “Whom Should I Talk To?”: Role Prescription and Hierarchy Building in Supervised Living Groups. In: Social Inclusion, 10(3), S. 295–306.

Wieczorek, Oliver und Schubert, Daniel. (2021). Die Wirkung der symbolischen Macht von Forschungsassessments auf den akademischen Habitus. Eine Fallstudie zur Wirkung des Research Excellence Frameworks auf britische Soziolog*innen. In: Oliver Dimbath und Michaela Pfadenhauer (Hg.): Gewissheit. Beiträge und Debatten zum 3. Sektionskongress der Wissenssoziologie. 1. Auflage. Weinheim: Beltz Juventa, S. 331–343.

Schober, Rudolf und Schubert, Daniel. (2020). Geschichte der AWO-Jugendwerke in Bayern. In: Beyer, Thomas und Rumschöttel, Hermann (Hrsg.) Bayern ist ein Sozialstaat - Die Arbeiterwohlfahrt und das Soziale Bayern Gestern. Heute. Morgen.

Brand, Alexander; Schubert, Annika; Schubert, Daniel; Wiesinger, Jakob (Hrsg.).2020. „Globalisierung und Nationalismus“, 2. Sammelband der studentischen Schriften der Sozialwissenschaften der Universität Bamberg

Schubert, Daniel. 2014. „Malen mit Asylbewerbern – wozu? In der Gestalt erst ist das Problem erledigt“ In: Heimfocus Magazin – Stimme für Menschen Nr. 17 (09/2014), 12-17.