Aktuelle Veranstaltungen Wintersemester 2018/19

Titel: Einführung in die soziologische Netzwerkforschung

LV-Nr.
Veranstaltung
Dozent
Ort
Zeit
Studiennachweis
080 201
Seminar – Bachelor – SozStrukt, Teil II
Prof. Dr. Sören Petermann
GD E1/236
Di 14.00–16.00 Uhr
aktive Teilnahme am Seminar, Referat

 

Die soziale Netzwerkanalyse ist ein geeignetes Verfahren, um die Struktur relationaler Bezüge zwischen Akteuren zu beschreiben. Akteure können sowohl Individuen als auch größere Einheiten wie Gruppen, Organisationen oder Staaten sein. Neben der Beschreibung des sozialen Kontexts sozialer Akteure, ermöglicht die soziale Netzwerkanalyse den Einfluss der sozialen Umwelt auf die Handlungen der Akteure zu untersuchen. Zum Beispiel befolgt ein Akteur Verhaltenserwartungen, welche die Akteure seines sozialen Kontexts an ihn stellen, oder er richtet gar sein Handeln an den Bedürfnissen der Akteure seines Kontexts aus. Andererseits verändert ein Akteur seinen sozialen Kontext selbst, wenn er neue Beziehungen aufbaut und wenn er alte Beziehungen abbricht, z. B. infolge eines Wohnortwechsels oder der Aufnahme eines Studiums. Dieses Seminar gibt einen einführenden Einblick in die Techniken sozialer Netzwerkanalyse. Die Vorgehensweise der Netzwerkanalysten wird an verschiedenen soziologischen Beispielen erläutert.

 


Titel: Leben an der „Neuen Emscher“ - Analyse des sozialen Wandels durch das Infrastrukturprojekt „Emscher-Umbau“

LV-Nr.
Veranstaltung
Dozent
Ort
Zeit
Modul-
prüfungen
080 215
Seminar – Bachelor – Emp, Teil II
Jasmin Schmitt
GD E2/230
Mo 8.30–10.00
Aktive Teilnahme inklusive Beteiligung am Forschungsprozess. Selbstständige Entwicklung einer Fragestellung und Beantwortung dieser auf Basis der Befragungsdaten und in Form eines Forschungsberichts.

 

Die Emscher spiegelt wie kein anderer Fluss die strukturellen Veränderungen des Ruhrgebiets wider. Mit Beginn der Industrialisierung, die explosionsartige Anstiege der Bevölkerung und des Abwassers mit sich brachte, wurde die zuvor natürlich fließende Emscher zu einem offenen Abwassersystem umgestaltet. Das Ende von Bergsenkungen durch den Rückgang des Bergbaus ermöglichte die Schaffung geschlossener Abwasserkanäle und den Beginn des Emscher-Umbaus. Seine Aufgabe, die Emscher und ihre Nebenläufe in natürliche Gewässer zurückzuführen, ist an das Ziel einer Aufwertung der Region geknüpft. Wo früher Gerüche und Gesundheitsgefährdungen durch verschmutztes Abwasser das Leben prägten, stehen heute den Bewohnern (wieder) Naturräume offen, die die Wohn- und Lebensqualität steigern. Doch nehmen die Bewohner die gesteigerte Wohn- und Lebensqualität wahr und nutzen sie die neuen Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten? Profitieren alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen vom Emscher-Umbau oder unterscheidet sich ihr Nutzen je nach sozialer Lage? Dies sind Kernfragen, die uns im Seminar begleiten und die wir im Rahmen forschenden Lernens beantworten. Grundlage bilden Daten aus einer standardisierten repräsentativen Befragung unter Bewohnern der Neuen Emscher. Die Studierenden durchlaufen die verschiedenen Phasen eines empirischen Forschungsprozesses und lernen den Umgang mit der Statistiksoftware Stata zur Aufbereitung und Analyse der Befragungsdaten. Am Ende des zweisemestrigen Seminars fertigen die Studierenden einen eigenen Forschungsbericht an.

 


Titel: Einführung in die soziologische Stadtforschung

LV-Nr.
Veranstaltung
Dozent
Ort
Zeit
Studiennachweis
Modulprüfungen
Teilnahmevoraussetzung
080 022
Vorlesung – Bachelor – StadtReg, Teil II
Prof. Dr. Sören Petermann
GD 04/520
Mi 10.00-12.00
unbenotete Teilklausur
benotete Teilklausur
Erfolgreicher Abschluss der Basismodule Grundlagen der Soziologie und Grundlagen der Politikwissenschaft.

 

Die Vorlesung gibt einen Überblick über Forschungsthemen und Ergebnisse der Stadtsoziologie. Dazu gehören: - Begriffe des Städtischen - klassische und moderne Ansätze der Stadtforschung - Humanökologie der Chicagoer Schule - Megastädte und Eigenlogik der Städte - Sozialraumanalyse - residentielle Segregation - Nachbarschaft und Quartier - städtische Veränderungsprozesse - lokale und persönliche Gemeinschaft - räumliche Mobilität - Wohnen und Wohnbedingungen - regionale Identifikation

 


Titel: Wohnen und Leben in der Stadt

LV-Nr.
Veranstaltung
Dozent
Ort
Zeit
Modul-
prüfungen
Teil-
nahme-
voraus-
setzung
080 315
Seminar – Master – FOR, Teil I
Prof. Dr. Sören Petermann
GD E2/156
Do 12.00–14.00 Uhr
Modulprüfung durch aktive Beteiligung an einer empirischen Untersuchung und schriftlichen Forschungsbericht am Ende des 2. Semesters (im Sommersemester 2019).
abgeschlossenes B.A.-Aufbaumodul „Stadt- und Regionalentwicklung“ bzw. Äquivalent. Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an Studierende des Studienprogramms „Stadt- und Regionalentwicklung“. Studierende anderer Studienprogramme können teilnehmen, wenn dies inhaltlich in ihre Studien passt und sie das mit ihrer/m Studienprogrammbetreuer/in abgesprochen haben.

 

Das Forschungsmodul wendet sich Fragen der soziologischen Stadtforschung im Kontext von Wohnen, sozialen Beziehungen und Wohlbefinden zu. Diese Fragen werden im Rahmen forschenden Lernens in Gruppenarbeit beantwortet. Studierende entwickeln Fragebögen und setzen diese ggf. ergänzt um weitere Formen der Datenerhebung um. Am Ende der Forschungsarbeit steht ein Bericht, an dem sich alle Teilnehmer beteiligen. Das Seminar wird im Sommersemester 2019 fortgesetzt.

 


Titel: Analysen sozialräumlicher Kontexteffekte

LV-Nr.
Veranstaltung
Dozent
Ort
Zeit
Studiennachweis
Modulprüfungen
Teilnahme-
voraussetzung
080 366
Seminar – Master – R&E, Teil I
Prof. Dr. Sören Petermann
GD E1/156
Di 16.00–18.00 Uhr
Übungsaufgaben
Übungsaufgaben und empirischer Bericht
Kenntnisse der sozialwissenschaftlichen Datenanalyse und Statistik sind erwünscht. Stata-Kenntnisse sind vorteilhaft aber nicht Voraussetzung.

 

In der sozialwissenschaftlichen Analyse nehmen räumliche Kontexte einen zentralen Stellenwert ein. Sie werden als die Umgebungen gesehen, in denen Menschen miteinander kommunizieren und interagieren. Sie werden im Raum sozialisiert, orientieren sich am Verhalten der Mitmenschen in ihrer Umgebung, bauen eine Bindung zum Raum auf. Räume werden aber auch klassifiziert, hierarchisiert und ggf. stigmatisiert. Räume sind also Bedingungen für Lebenschancen, sie strukturieren unseren Alltag und bedingen das soziale Leben. Allerdings weist die empirische Forschung eher selten starke raumstrukturelle Effekte aus. Dies mag an der unzureichenden Spezifizierung von Raum liegen: Wie groß muss bzw. darf der umgebende Raum sein, um Wirkungen zu entfalten? Für welche Bevölkerungsgruppen sind Raumeffekte stärker bzw. schwächer ausgeprägt? Welche Kontextbedingungen sind wirksamer als andere? Um diese Fragen beantworten zu können, gibt es spezifische Analysestrategien, die an praktischen Beispielen nachvollzogen werden sollen.

 


Titel: Wie geht’s UWE? – Kleinräumige, kontextabhängige Analysen zum Wohlbefinden Jugendlicher

LV-Nr.
Veranstaltung
Dozent
Ort
Zeit
Studiennachweis
Modul-
prüfung
080 367
Seminar – Master – R&E, Teil II
Michaela Prijanto und Katharina Yaltzis
GD E1/208 CIP-Raum
Di 12.00–14.00
aktive Teilnahme, Bearbeitung von Übungsaufgaben in den Seminarsitzungen
Studiennachweis plus Modulprüfung nach Vereinbarung, während der Vorlesungszeit. Die genauen Anforderungen an eine „aktive Teilnahme“, sowie die Modulprüfung werden im Laufe der ersten Sitzung bekannt gegeben.

 

Das Seminar basiert auf den Ergebnissen der Studie „Wie geht’s dir? UWE“ vom Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR). UWE untersucht das persönliche Wohlbefinden von Jugendlichen – nicht ihre schulischen Leistungen – in Abhängigkeit der dauerhaften Umwelt der Jugendlichen. Im Fokus stehen die sozialen Kontexte Familie, Schule und Quartier. UWE ist ein Monitoring-Instrument für Kommunen, um das Wohlbefinden aller Jugendlichen insgesamt evaluieren zu können. Im Rahmen des praktisch ausgelegten Seminars wird das Projekt kurz vorgestellt, bevor im Kurs eigenständige Analysen mit dem Statistikprogramm Stata eingeübt und durchgeführt werden. Vorkenntnisse des Programms sind nicht notwendig. Anhand der Berechnungen soll die Relevanz kleinräumiger Monitoring-Instrumente deutlich gemacht werden. Weiterhin wird die Bedeutung akteursübergreifender Kommunikation thematisiert.

 


Titel: Stadtsoziologisches Forschungskolloquium

LV-Nr.
Veranstaltung
Dozent
Ort
Zeit
Studiennachweis
Teilnahmevoraussetzungen
080 612
Kolloquium – Bachelor, Master, Promotion
Prof. Dr. Sören Petermann
GD E1/156
Mo 14.00–16.00
In der Veranstaltung können keine Scheine erworben werden.
Eine Abschlussarbeit (Bachelor, Master) oder Forschungsvorhaben wird im Bereich Stadt- und Regionalforschung angestrebt.

 

DDas Kolloquium ist ein Diskussionsforum für Themen der Stadt- und Regionalforschung. Es werden Exposés, Textentwürfe oder Arbeitsergebnisse von Bachelor-, Master- oder Dissertationsarbeiten aus diesem Bereich präsentiert. Interessierte Teilnehmende diskutieren gemeinsam die präsentierten Forschungsfragen, Konzepte, Forschungspläne und Untersuchungsdesigns. Der Teilnehmerkreis rekrutiert sich aus Studierenden, die ihre Abschlussarbeit im Bereich Stadt- und Regionalforschung schreiben wollen und mit diesem Kolloquium in den Prozess der Themenfindung, Forschungsfragenformulierung und Konzipierung der Untersuchungsanlage eingeführt werden.