Der Verein zur Förderung sozialwissenschaftlicher Praxis verleiht jährlich den SOPRA-Studierendenpreis für besonders praxisbezogene Abschlussarbeiten. Im Jahr 2025 wurden jeweils eine Bachelor-, eine Masterarbeit und eine Dissertation ausgezeichnet.
David Michael Koch hat mit seiner Bachelorarbeit den 1-Fach-Bachelor Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum abgeschlossen.
Die Erstbetreuerin seiner Arbeit war Prof. Dr. Cornelia Weins und der Zweitbetreuer Prof. Dr. Jörg-Peter Schräpler.
Der Titel der Arbeit ist: "Viktimisierung und Strafeinstellungen - Empirische Analyse mit dem Deutschen Viktimisierungssurvey 2017 (SKiD)“
Wie sind Sie damals auf Ihren Studiengang aufmerksam geworden?
„Ich bin durch ein Beratungsgespräch mit der Agentur für Arbeit auf den Studiengang aufmerksam geworden. Dort habe ich erfahren, dass man mit einem sozialwissenschaftlichen Studium auch im Bereich Kriminologie arbeiten kann, was direkt mein Interesse geweckt hat."
Welche Pläne haben Sie für die Zeit nach Ihrem Studium?
„Nach meinem Bachelor habe ich mich für den Master in SoWi im Studienprogramm Methoden der Sozialforschung entschieden. Nach meinem Studium möchte ich mich dann gerne weiter empirisch mit gesellschaftlichen Fragestellungen beschäftigen, am liebsten im kriminologischen Bereich. Dabei bin ich aber auch offen für andere spannende Themenfelder.“
Was möchten Sie den Studierenden mit auf den Weg geben?
„Ich würde Studierenden mitgeben, sich nicht davon verunsichern zu lassen, wenn der eigene Weg nicht immer geradlinig verläuft. Gerade als Erstakademiker habe ich erfahren, dass man sich vieles selbst erschließt und daran wachsen kann. Am Ende lohnt es sich, offen zu bleiben und die eigenen Interessen weiterzuverfolgen.“
Clara Bückert hat mit ihrer Masterarbeit den 1-Fach-Master Sozialwissenschaft mit dem Schwerpunkt Stadt- und Regionalentwicklung abgeschlossen.
Der Erstbetreuer ihrer Arbeit war Prof. Dr. Sebastian Kurtenbach und der Zweitbetreuer war Prof. Dr. Jörg Bogumil.
Der Titel der Arbeit ist: "Potentiale von Bewegung zur Steigerung des Wohlbefindens von Kindern in sozioökonomischen benachteiligten Kontexten - eine qualitative Studie"
Wie sind Sie damals auf Ihren Studiengang aufmerksam geworden?
„Ich habe bereits meinen Bachelor an der RUB gemacht und währenddessen im Tutorienprogramm gearbeitet. Dort habe ich eine mittlerweile gute Freundin kennengelernt, die mir den Studiengang empfohlen hat. Besonders überzeugt haben mich die Kombination aus Politik und Soziologie sowie der starke Praxisbezug.“
Welche Pläne haben Sie für die Zeit nach Ihrem Studium?
„Seit eines Praktikums 2024 arbeite ich beim Kreissportbund Ennepe-Ruhr e.V. Dort wird im weiteren Sinne Stadt- und Regionalentwicklung über das Medium Bewegung, Spiel und Sport mitgestaltet. Meine Aufgabe besteht insbesondere in der Vernetzung von Sportvereinen und Schulen mit hohem Schulsozialindex, um den Kindern und Jugendlichen neue Bewegungsmöglichkeiten zu eröffnen.“
Was möchten Sie den Studierenden mit auf den Weg geben?
„Den roten Faden in meinem Lebenslauf habe ich erst in der Rückschau gefunden. Studiert und macht das, was euch wirklich interessiert und sich gut anfühlt, der Rest wird sich ergeben!“
Dr. rer. soc. Nora Feline Pösl hat mit ihrer Dissertation den Doktorgrad der Sozialwissenschaft erlagt.
Der Erstgutachter ihrer Dissertation war Prof. Dr. Karim Fereidooni und die Zweitgutachterin war Prof. Dr. Katja Sabisch.
Der Titel ihrer Arbeit ist: „Von Arioshophie und Alternativmedizin zu Antisemitismus und Verschwörungsideologien. Diskursive Verflechtungen zwischen Esoterik, alternativen Heilmethoden und verschwörungsideologischen Weltbildern"
Wie sind Sie damals auf Ihren Studiengang aufmerksam geworden bzw. was hat Sie daran besonders interessiert?
„Ich wollte schon immer verstehen, warum Menschen tun, was sie tun, und warum wir so sind, wie wir sind. Und wie das gesellschaftlich zusammenhängt. Soziologie, Gender Studies und nun die Promotion haben mich der Frage ein Stück nähergebracht, in anderen Teilen aber auch ratlos zurückgelassen. Daher geht die Forschung weiter.“
Welche Pläne haben Sie für die Zeit nach dem Studium?
“Tja, the future is now. Beziehungsweise: Es geht weiter mit meiner Forschung, jetzt auf einer Postdoc-Stelle mit dem Ziel der Habilitation. Die Themen wandern dabei mit: von Verschwörungsideologien zu LLMs und künstlicher Intelligenz, im Kontext von parasozialen Beziehungen, adaptiver Resonanz, Demokratie und Ideologie.“
Was möchten Sie den Studierenden mit auf den Weg geben?
„Don't Panic. Man muss nicht alles sofort verstanden haben, die Sackgassen sind im Rückblick meist die Stellen, an denen man etwas gelernt hat. Nehmt eure scheinbar zu schrägen oder zu großen Fragen ernst. Und belegt ruhig Seminare, nur weil sie spannend sind, auch wenn sie keine CP bringen.“