Lehrveranstaltungsarchiv

SS 2017

Titel: Urbanes Zusammenleben in vielfältigen Gesellschaften

LV-Nr.
Veranstaltung
Dozent
Ort
Zeit
Studiennachweis
Leistungsnachweis
080 249
Seminar – Bachelor - Modul InterVerg, Teil I
Prof. Dr. Sören Petermann
GC 03/46
Do 8.30-10.00 Uhr
Referat
Referat + Hausarbeit ODER Referat + mündliche Prüfung

 

Vielfalt oder Diversität bezeichnet ein gegenwärtig häufig zu beobachtendes soziales Phänomen: die Komplexitätssteigerung sozialer Strukturen. Internationale Migration schafft migrationsbezogene bzw. ethnische Vielfalt, d.h. eine stärkere Differenzierung der Bevölkerungsstruktur hinsichtlich Migrationsstatus, Migrationshintergrund, Ethnizität oder auch hinsichtlich Sprachgruppen und religiöser Zugehörigkeit. Diese Veränderungen der Sozialstrukturen haben vielseitige Auswirkungen, zum Beispiel auf Einstellungen gegenüber Fremden, auf soziale Teilhabe, auf persönliche Netzwerkbeziehungen, auf Bildungs- und Arbeitsmarktchancen. Im Seminar werden unterschiedliche Folgen migrationsbezogener vor allem urbaner Vielfalt diskutiert.

 


Titel: Wohnen und Leben in der Stadt

LV-Nr.
Veranstaltung
Dozent
Ort
Zeit
Leistungsnachweis
080 356
Seminar – Master – S&R, Teil I
Prof. Dr. Sören Petermann
GBCF 05/606
Do 12.00-14.00 Uhr
Referat + Forschungsbericht

 

Im Mittelpunkt des Seminars steht der Wohnort als räumliche Basis sozialer Integration. Es geht um die Frage, wie räumliche Verankerung zu lokalen Kontakten, zu Ortsverbundenheit, zu sozialräumlicher Verwurzelung und allgemein zum Wohlbefinden beiträgt. Zudem soll eruiert werden, wie die Aneignung des Wohnortes erfolgt und welche Relevanz der Wohnort für verschiedene Bevölkerungsgruppen (arm/reich, jung/alt, mit/ohne Familie, erwerbstätig/arbeitslos, alteingesessen/zugezogen) hat. Diese Fragen sollen im Rahmen forschenden Lernens in Gruppenarbeit beantwortet werden. Das Seminar wird im SoSe 2017 fortgesetzt. Neuanmeldungen sind nicht möglich.

 


Titel: Trendanalysen städtischer Entwicklungen

LV-Nr.
Veranstaltung
Dozent
Ort
Zeit
Studiennachweis
Leistungsnachweis
080 366
Seminar – Master - R&E, Teil II
Prof. Dr. Sören Petermann
GCFW 05/506 (Computerraum)
Di 14.00-16.00
Übungsaufgaben
Übungsaufgaben und empirischer Bericht

 

Sozialer Wandel aber auch zeitliche Stabilität der Wohn- und Lebenssituationen von Bürgern lassen sich über Trendanalysen mehrfach erhobener Individualdaten untersuchen. Aus stadtsoziologischer Sicht kann beispielsweise erforscht werden, wie sich die Wohnzufriedenheit dynamisch in Abhängigkeit von der Wohnsituation entwickelt. Im Seminar werden kommunale Befragungsdaten der Stadt Halle (Saale) analysiert, die im Zeitraum von 1993 bis 2007 erhoben wurden. In der Veranstaltung werden mit dem Statistikprogramm Stata verschiedene Möglichkeiten für Trendanalysen vorgestellt und eingeübt.

 


Titel: Soziale Isolation und Vereinsamung in Stadt und Land

LV-Nr.
Veranstaltung
Dozent
Ort
Zeit
Studiennachweis
Leistungsnachweis
080 364
Seminar – Master - R&E, Teil I
Prof. Dr. Sören Petermann
GCFW 05/606
Mo 16.00-18.00
Referat
Referat und Hausarbeit

 

Unter US-amerikanischen Sozialwissenschaftlern ist eine spannende Debatte um soziale Isolation entbrannt. Während zunächst der Befund für Aufmerksamkeit sorgte, dass im Zeitverlauf die persönlichen Netzwerke der US-Bürger kleiner werden mithin also eine soziale Isolation, Vereinsamung, ausbleibende soziale Unterstützung und gesellschaftlicher Rückzug konstatiert wurde, wurde später das methodische Herangehen in Datenerhebung und Zeitvergleich kritisiert und die Befunde teilweise als Forschungsartefakte entlarvt.
Im Seminar wird diese Diskussion rekonstruiert und weitere Befunde zu dieser Thematik besprochen.

 


Titel: Der Einfluss des Kontexts auf das Individuum. (Wie) wirkt das Wohngebiet auf Kinder und Jugendliche?

LV-Nr.
Veranstaltung
Dozent
Ort
Zeit
Studiennachweis
Leistungsnachweis
080 410
Seminar – Master - S&R, Teil I
Jasmin Schmitt
GC 03/46
Di 14.00-16.00
Übungsaufgaben oder Referat
Übungsaufgaben oder Referat und Hausarbeit oder mündliche Prüfung

 

Eine der zentralen Thesen der Stadtsoziologie besagt, dass das Wohngebiet das Verhalten seiner Bewohner beeinflusst. Im Seminar beschäftigen wir uns mit Einflüssen des Wohngebiets auf eine bestimmte Personengruppe: Kinder und Jugendliche. Wir eruieren, welche Gebietsmerkmale für Kinder und Jugendliche relevant sind, über welche Mechanismen diese wirken und was ihre Folgen sind. So ist beispielsweise erforscht, dass Jugendliche, die in einem Wohngebiet leben, das durch einen hohen Anteil abweichenden Verhaltens geprägt ist, eher dazu neigen gewalttätig zu sein oder die Schule abzubrechen. Im Seminar werden sowohl theoretische Ansätze als auch empirische Studien diskutiert.

 


Titel: Stadtsoziologisches Forschungskolloquium

LV-Nr.
Veranstaltung
Dozent
Ort
Zeit
Studiennachweis
080 615
Kolloquium – Bachelor, Master, Promotion
Prof. Dr. Sören Petermann
GCFW 05/606
Mo 14.00-16.00, 14 täglich
Referat

 

Das Kolloquium dient der Begleitung geplanter und laufender Abschlussarbeiten oder Forschungsvorhaben im Bereich der Stadt- und Regionalforschung. Die Teilnehmenden entwickeln Forschungsfragen, Konzepte, Forschungspläne und Untersuchungsdesigns. Die Vorhaben werden im Entstehungsprozess vorgestellt. Arbeitsergebnisse oder Textentwürfe werden präsentiert und diskutiert.

 

WS 2016/17

Titel: Einführung in die soziologische Stadtforschung

LV-Nr.                080 022
Veranstaltung     Vorlesung
Dozent               Prof. Dr. Sören Petermann
Ort                     HGC 30
Zeit                    Mi 12.00-14.00 Uhr
Modul                StadtReg, Teil II


Leistung: Klausur

 


Titel: Urbanes Zusammenleben in vielfältigen Gesellschaften


LV-Nr.                 080 251
Veranstaltung     Seminar
Dozent               Prof. Dr. Sören Petermann
Ort                     GC 03/46
Zeit                    Do 8.30-10.00 Uhr
Modul                 InterVerg, Teil I


Leistung: Referat + Hausarbeit oder Referat + mündliche Prüfung

 


Titel: Wohnen und Leben in der Stadt


LV-Nr.                080 355
Veranstaltung    Seminar
Dozent              Prof. Dr. Sören Petermann
Ort                    GBCF 05/608
Zeit                   Do 12.00-14.00 Uhr
Modul               S&R, Teil I


Leistung: Referat + Forschungsbericht

 


Titel: Räumliche Aspekte persönlicher Netzwerke

LV-Nr.                 080 364
Veranstaltung     Seminar
Dozent               Prof. Dr. Sören Petermann
Ort                     GBCF 04/611
Zeit                    Di 16.00-18.00 Uhr
Modul                R&E, Teil I

 

Leistung: Referat + Hausarbeit

 


Titel: Empirische Analysen zu Netzwerken und Siedlungsstruktur


LV-Nr.                080 366
Veranstaltung    Seminar
Dozent              Prof. Dr. Sören Petermann
Ort                    GCFW 05/506 CIP-Insel
Zeit                   Di 14.00-16.00 Uhr
Modul                R&E, Teil II

 

Leistung: Übungsblätter + Hausarbeit

 

SS 2016

 
Titel: Aktuelle Entwicklung in der Stadt- und Regionalforschung

LV-nr.: 080 355

Studium: M.A. Sozialwissenschaft; M.A.-Studienprogramm Stadt und Regionalentwicklung

Modul: Mastermodul Stadt- und Regionalforschung

Kürzel: S&R

Modulteil: Seminar Stadt und Region (Teil 2)

Zeit: montags 14-16 Uhr

Ort: GBCF 05/608

Name des Dozenten: Prof. Dr. Sören Petermann

Inhalt:
Im Seminar werden aktuelle Forschungsergebnisse der Stadt- und Regionalsoziologie diskutiert. Die Themen beziehen sich auf Segregation,   Diversität, Mobilität, Wohnort-Entscheidungen und sind mit sozialen Ungleichheiten verknüpft. Sie haben oftmals einen empirischen Hintergrund – ein Grundverständnis für aufbereitete Daten in Aufsätzen sollte vorhanden sein. Stärker als ein thematischer oder auf bestimmte Städte oder Regionen bezogener Zuschnitt liegt der Fokus auf der Aktualität der Aufsätze die in der Regel in den letzten Jahren publiziert wurden.


Leistung: Vortrag und Hausarbeit
 


Titel: Empirisch-vergleichende Stadt- und Regionalforschung: Trendanalysen städtischer Entwicklungen

LV-nr.: 080 364

Studium: M.A. Sozialwissenschaft; M.A.-Studienprogramm Stadt und Regionalentwicklung

Modul: Mastermodul

Kürzel: R&E

Modulteil:  (Teil II)

Zeit: montags 16-18 Uhr

Ort: GCFW 05/506 (Computerraum)

Name des Dozenten: Prof. Dr. Sören Petermann

Inhalt:
In vielen Großstädten werden kommunale Bürgerumfragen durchgeführt, um Individualdaten hinsichtlich der Zufriedenheit der Bürger, deren Wohn- und Lebenssituation zu erfassen und Veränderungen im Laufe der Zeit zu beobachten. Auch in Halle (Saale) werden seit den 1990er Jahren Daten der Stadtbevölkerung erhoben. Diese Daten werden in dieser Veranstaltung analysiert. Inhaltlich werden zwei stadtsoziologische Schwerpunkte untersucht. Zum einen soll die Entwicklung der Wohnsituation analysiert werden. Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung des Wandels der Einstellungen zur Zufriedenheit der Bürger mit ihrer Stadt (regionale Identität). In der Veranstaltung werden mit dem Statistikprogramm Stata verschiedene Möglichkeiten für Trendanalysen vorgestellt und eingeübt.


Leistung: Hausarbeit

 

Titel: Empirisch-vergleichende Stadt- und Regionalforschung: Mehrebenenanalysen räumlicher Kontexte

LV-nr.: 080 362

Studium: M.A. Sozialwissenschaft; M.A.-Studienprogramm Stadt und Regionalentwicklung

Modul: Mastermodul

Kürzel: R&E

Modulteil:  (Teil I)

Zeit: dienstags 14-16 Uhr

Ort: GCFW 05/506 (Computerraum)

Name des Dozenten: Prof. Dr. Sören Petermann

Inhalt:
Im öffentlichen Diskurs und in sozialwissenschaftlichen Debatten werden gegenwärtig die Folgen migrationsbedingter Vielfalt für gesellschaftlichen Zusammenhalt diskutiert. Diese Veränderungen der Sozialstrukturen haben vielseitige Auswirkungen, zum Beispiel auf Einstellungen gegenüber Fremden, auf soziale Teilhabe, auf persönliche Netzwerkbeziehungen, auf Bildungs- und Arbeitsmarktchancen.
Wir nehmen diese Debatten zum Ausgangspunkt empirischer Kontextanalysen. Im Seminar wir der ALLBUS mithilfe des Statistikprogramms Stata hinsichtlich der Auswirkungen von Diversität auf soziale Interaktionen untersucht.


Leistung: Hausarbeit

 

Titel: Urbanes Zusammenleben in vielfältigen Gesellschaften

LV-nr.: 080 249

Studium: B.A. Sozialwissenschaft; B.A.-Fach Kultur, Individuum und Gesellschaft

Modul: Aufbaumodul Internationalisierung und Vergesellschaftung im Vergleich

Kürzel: InterVerg

Modulteil: I. Seminar Internationalisierung und Migration

Zeit: mittwochs 12-14 Uhr

Ort: GC 03/146

Name des Dozenten: Prof. Dr. Sören Petermann

Inhalt:
Vielfalt oder Diversität bezeichnet ein gegenwärtig häufig zu beobachtendes soziales Phänomen: die Komplexitätssteigerung sozialer Strukturen. Internationale Migration schafft migrationsbezogene bzw. ethnische Vielfalt, d.h. eine stärkere Differenzierung der Bevölkerungsstruktur hinsichtlich Migrationsstatus, Migrationshintergrund, Ethnizität oder auch hinsichtlich Sprachgruppen und religiöser Zugehörigkeit. Diese Veränderungen der Sozialstrukturen haben vielseitige Auswirkungen, zum Beispiel auf Einstellungen gegenüber Fremden, auf soziale Teilhabe, auf persönliche Netzwerkbeziehungen, auf Bildungs- und Arbeitsmarktchancen. Im Seminar werden unterschiedliche Folgen migrationsbezogener vor allem urbaner Vielfalt diskutiert.


Leistung: Vortrag und Moderation

 

SS 2015

LV-NR     080 272
Veranstaltung     S Ghetto, Camp & Empire: Postsoziale Räume der Globalisierung (IntStrukt, Teil I)

Dozent(inn)en     Dörfler

Änderung:

Globalisierung wird seit den 1990er Jahren ausgiebig diskutiert, und die Perspektiven auf dieses »neue« Phänomen sind dementsprechend vielfältig. Sie reichen von Ansätzen, die sie nur partiell als zeitgenössisches Problem und eher als einen seit Jahrhunderten andauernden ökonomischen Entwicklungsprozeß betrachten (Wallerstein), bis hin zu Überlegungen, daß es Globalisierung vor allem als selbstgeneriertes Phänomen, als diskursive »self-fulfilling prophecy« gibt (Trinczek). In diesem Spannungsfeld soll das Seminar angesiedelt sein, ohne diese Frage auf einer theoretischen Ebene beantworten zu wollen. Vielmehr soll es die Aufgabe sein, anhand der konkreten Untersuchung »globaler« Phänomene (Abschiebe- und Internierungslager, Flüchtlingsströme, Gated Communities, Ghetto/Slumbildungen, städtischer Niedergang, Rückbau des Sozialstaates) die Symptome zeitgenössischer »postsozialer« Vergesellschaftung herauszuarbeiten. Diese Phänomene sollen als Indizien gelesen werden für einen ökonomischen, sozialen und kulturellen Wandel, der unsere Lebenswelten seit mindestens 20 Jahren entscheidend umprägt. Ausgangspunkt sollen die Thesen von Negri/Hard, Žižek, Agamben u.a. sein, die sich dieser neuen Weltordnung aus je spezifischem Blick zuwenden. Das zentrale Interesse des Seminars ist es also, zu fragen, welche sozio-ökonomischen Herrschafts- und Regierungspraktiken »postsoziale« Räume hervorbringen und warum? Warum werden diese Entwicklungen stillschweigend als »normal« oder unvermeidlich angesehen? Welche ideologischen Rechtfertigungen werden dafür gegeben (der Markt als »Regulativ« etc.)? So soll den ‚neuen‘ Räumen einer postsozialen Gesellschaft nachgespürt werden, deren Persistenz die Aufkündigung gewisser zivilgesellschaftlicher und humaner Grundüberzeugungen andeutet. Die Veranstaltung richtet sich an BA-Studierende der Soziologie, Geographie oder verwandter Nachbardisziplinen mit Interesse an gesellschaftstheoretischen wie –praktischen Themen der Globalisierung, steht aber grundsätzlich allen Interessierten offen. Ebenso können die Studierenden eigene Themen und Referatsvorschläge einbringen. Beginn: 9.4.2015 16 Uhr c.t.


LV-NR     080 334
Veranstaltung     S Nosing around Dortmund Nordstadt. Städtische Lebenswelten von Migrantaen und Einheimischen im relationalen Milieuvergleich (FOR, Teil I)

Dozent(inn)en     Dörfler / Yildirir

Änderung:

»The Introduction to the Science of Sociology is not conceived as a mere collection of materials, however, but as a systematic treatise. An experience of some years, during which this book has been in preparation, has demonstrated the value to the teacher of a body of materials that are interesting in themselves and that appeal to the experience of the student. If students are invited to take an active part in the task of interpretation of the text, if they are encouraged to use the references in order to extend their knowledge of the subject-matter and to check and supplement classroom discussion »by their personal observation«, their whole attitude becomes act way a sense of dealing at first hand with a subject-matter that is alive and with a science that is in the making. Under these conditions sociology becomes a common enterprise in which all members of the class participate; to which, by their observation and investigation, they can and should make contributions.« Diese Textpassage aus dem Hautwerk der sog. »Chicago School« von 1921 steht stellvertretend für das Verständnis ihrer Soziologie, und wie es auch dieses Forschungsseminar vermitteln möchte: Lehrbücher sind wichtig, doch gesättigtes Wissen von Gesellschaft erlernen Studierende nur, wenn sie dies anhand eigener Erfahrungen davon machen, und sich von solchen Erkenntnissen inspirieren und irritieren lassen. In diesem Sinne möchte sich dieses Forschungsseminar anlehnen an den Erkenntnisstil der Chicago School, und in die Dortmunder Nordstadt ‚die Nase hineinstecken‘. Damit ist der spezifische, ‚direkte’ Zugang zu städtischen Lebenswelten im Sinne R.E. Parks gemeint, der ein wesentlicher Teil des Forschungsseminars werden wird. Mit anderen Worten: die Studierenden sind angehalten, sehr viele eigenständige Erfahrungen vor Ort zu machen, die methodologisch reflektiert und aufbereitet werden sollen (teil. Beobachtung, Interviews, Fotodokumentationen etc.). Aus diesem Methodenmix erhoffen wir uns, ein facettenreiches Bild der Lebenswelten dieses Gebietes zu erarbeiten, das durch eine teils stark vorurteilsvoll geführte Debatte in den Medien z.B. zu Roma-Migranten stigmatisiert ist. Wir möchten einen Blick hinter die Kulissen werfen und lernen, uns in die Lage von Migranten und Anwohnern hineinzuversetzen, um daraus eine relationale Soziologie zu entwickeln: Wissen in Relation zu anderem Wissen. Das Seminar erfordert ein bestimmtes Eigenengagement und Selbstständigkeit bei der Forschung, um die Stärken von solchen Feldobservationen herausarbeiten zu können. Etwa die Hälfte des Seminars wird aus Feldzugängen und ihrer Dokumentation bestehen, die andere Hälfte zur Methoden- wie Konzeptdiskussion, wie man Forschungsergebnisse sinnvoll aufbereitet. Es deckt somit Erhebungs- wie Auswertungstechniken ab und kann den Studierenden hierfür wesentliche Kenntnisse für weiteres empirisches Arbeiten vermitteln (Masterarbeit u.a.). Es beinhaltet 4 SWS (!) im SoSe und das Modul kann bereits im Oktober 2015 nach Abgabe des Forschungsberichtes abgeschlossen werden. Termin: Freitags 10-14 Uhr, mit ausgiebigen Zeiten im Feld (teil. Beobachtungen, Befragungen, Interviews, Fotodokumentationen u.a.)
Literatur:
Vorzubereitende Lektüre bis zur ersten Sitzung: Lindner, Rolf 2004: Walks on the Wild Side. Eine Geschichte der Stadtforschung. Frankfurt/M., New York: Campus, 113-146.


LV-NR     080 255
Veranstaltung     S Urbane Utopien. Zeitgenössische und klassische Zukünfte der Städte im Vergleich (IntVerg Teil II)

Dozent(inn)en     Dörfler

Änderung:

Städte waren immer Horte der Phantasie: als Herrschaftssitz, Handelsstadt oder Ort urbaner Innovationen wie Universitäten, die Ideen über Zukunft und Sinn von Herrschaft und Wissen materialisierten sich fast ausschließlich an und in Städten. Dies ist kein Zufall: als baulich-soziales Aggregat, das sich von nicht-traditionalen Produktions- und Herrschaftsfunktionen absetzte, ist die Stadt immer ‚geplant‘, d.h. anders als der ‚natürliche’ ländliche Raum ein ‚kultürlicher‘ gesellschaftlicher Raum. Das Seminar möchte ausgehend von einigen klassischen Beispielen wie antiken Städten oder der Idealstadt der Renaissance bis zu aktuellen Beispielen urbaner Utopien gelangen. Vor allem das 20. und frühe 21. Jahrhundert sind besondere Epochen, in denen sich viele Wunschvorstellungen anhand von Stadtphantasmagorien herausbildeten: die Gartenstadt, die autogerechte Stadt, die soziale Stadt, die sozialistische Stadt, die Kreative Stadt, die nachhaltige Stadt bis hin zur Green City, zum Urban Village oder zum Urban Farming reichen die derzeitigen Phantasien. Das Seminar möchte diese Entwicklungen vorstellen und besprechen. Die Veranstaltung richtet sich an BA-Studierende der Soziologie, Geographie oder verwandter Nachbardisziplinen mit Interesse an gesellschaftstheoretischen wie -praktischen Themen der Globalisierung, steht aber grundsätzlich allen Interessierten offen. Ebenso können die Studierenden eigene Themen und Referatsvorschläge einbringen. Leistungsnachweis: Referat & Moderation Beginn: 15.4.2015 16 Uhr c.t.


LV-NR     080 356
Veranstaltung     S Das Quartier: qualitative und quantitative Perspektiven auf den städtischen Sozialraum (R&E Teil II)

Dozent(inn)en     Dörfler

Änderung:

»Das Ignorieren der Wahrheit der Praxis als gelehrte Ignoranz liegt unzähligen theoretischen Irrtümern zugrunde.« Pierre Bourdieu, Entwurf einer Theorie der Praxis (1976) Die Quartiersforschung erlebt seit einigen Jahren eine Renaissance und eine Erweiterung ihres theoretischen wie methodologischen Kanons. Das Seminar möchte neben einiger Klassiker z.B. der Chicago School oder zum Ruhrgebiet v.a. neuere Ansätze vorstellen und diskutieren. Insbesondere der städtische Wandel der letzten 20-30 Jahre steht hierbei im Mittelpunkt. Dabei wird der Blick auch über das Quartier hinausreichen, um die Entwicklungen in einem größeren gesellschaftlichen Maßstab diskutieren zu können. Themen könnten u.a. sein: »Punishing the poor«, Green Gentrification, Kreative Klasse Ruhr, Armut und Zuwanderung, soziales Quartiersmanagement / soziale Stadt, Lebensstil und Distinktion, Banlieus als Sackgasse?, Governance und Governmentality von Städten und Stadtquartieren. Das Seminar empfiehlt sich vor allem für Teilnehmer an meinem Forschungsseminar zur Dortmunder Nordstadt, richtet sich aber selbstverständlich an alle MA-Studierende der Soziologie, der Geographie oder verwandter Nachbardisziplinen mit Interesse an der Verzahnung von gesellschaftstheoretischen wie –praktischen Themen der Stadtforschung. Es steht grundsätzlich allen Interessierten offen. Ebenso können die Studierenden eigene Themen und Referatsvorschläge einbringen. Leistungsnachweis: Referat & Moderation Beginn: 16.4.2015

 

WS 2014/15

LV-NR     080 021

V Einführung in die soziologische Stadtforschung (StadtReg, Teil II)

Grundlegende Lektüre: Lenger, Friedrich, Metropolen der Moderne. Eine europäische Stadtgeschichte seit 1850, München: Beck 2013 Schott, Dieter, Europäische Urbanisierung. Eine umwelthistorische Einführung, Köln: Böhlau 2014

 

LV-NR     080 258
Veranstaltung     S Städtische Lebenswelten im internationalen Vergleich (InterVerg, Teil II)
Dozent(inn)en     Dörfler

Kommentar:

Internationale Städte wie Mega, Global aber auch Creative Cities stehen seit einigen Jahren im Fokus des Interesses.
Vergessen wird in dieser Debatte aber gerne, wie die konkreten Lebenswelten von Menschen aussehen bzw. sich verändern, die nicht unbedingt zu den Protagonisten dieses Wandels gehören.
Das Seminar möchte deshalb die Dialektik zwischen sich globalisierenden Städten und ihren kleinräumigen Abhängigkeiten (Sassen) und kulturellen Strukturlogiken (Zukin) in den Blick nehmen, auch weil letztere oft von zunehmender Armut und Desintegration gekennzeichnet sind. Es werden deshalb einerseits aktuelle Ansätze der Stadtforschung besprochen, wie auch im zweiten Teil eine kritische Auseinandersetzung davon anhand empirischer Studien erfolgen soll. Den Studierenden ist es hier möglich, aufgrund eigenem Interesses bestimmte Themen einzubringen, z.B. Gentrification, Wandel des Ruhrgebiets etc. Eine Besprechung darüber findet in der ersten Sitzung statt. Achtung: Beginn Montag, 13.10., 14 Uhr c.t.
Hier alle Lehrveranstaltungen aus früheren Semester aufnehmen, die derzeit unter Sommer und Winter aufgeführt sind.
 


LV-NR     080 357
Veranstaltung     S Grundlagen der soziologischen Befassung mit Raum (R&E, Teil I)
Dozent(inn)en     Dörfler

Kommentar:

Ziel des Seminars ist eine Befassung mit den wichtigsten sozialwissenschaftlichen Raumkonzepten, um ein Verständnis für methodische und methodologische Zugänge zum sozialen Raum zu schaffen, der z.B. für eigene (Abschluß-)Arbeiten von Relevanz sein könnte. Im Laufe des Seminars wollen wir uns sowohl den Konstitutionsprozessen von Raumvorstellungen und sozialem Raum, als auch sozio-räumlichen Vergesellschaftungsformen widmen, um das wiedererwachte Interesse an solchen Themen zu bearbeiten und kritisch zu prüfen. Neben den einschlägigen soziologischen Konzeptionalisierungen der Raumdimension sozialer Wirklichkeit werden wir uns mit den Strukturierungen des sozialen Raums auf der Mikro-(u.a. Geschlecht), Meso-(Stadt, Dorf) und Makro-Ebene (Nationalstaat, Europa, Globalisierung) beschäftigen und auch die sogenannte »Enträumlichungsthese«, den »spatial turn« etc. diskutieren. Der soziologische Blick soll dabei auch auf die zugrundeliegenden In- und Exklusionsprozesse räumlicher Differenzierungen gelegt werden.
Literatur:

Vorbereitende Lektüre: Rau, Susanne, Räume: Konzepte, Wahrnehmungen, Nutzungen, Ffm: Campus 2013


LV-NR     080 358
Veranstaltung     S Sozialräumliche Entwicklungen gegenwärtiger Urbanisierungsprozesse I (R&E, Teil II)
Dozent(inn)en     Dörfler

Kommentar:

Das Seminar möchte Stadttheorie und zeitgenössische (inter-)nationale räumliche Entwicklungen in den Blick nehmen. Auf der Makroebene liegt ein besonderes Augenmerk auf der jüngeren Metropolengeschichte und -theorie (globale Verstädterung etc.), auf einem kleinräumigen Level Einsichten in deren konkrete Auswirkungen in den Blick genommen werden ((Metropol-)Regionen, Stadtviertel etc.). So sollen die Studierenden ermutigt werden, sich inhaltlich mit den (städtischen) Konsequenzen zu beschäftigen, die ein globalisierter Kapitalismus mit sich bringt. Das Seminar ist für Studierende gedacht, die ihr konzeptionelles und empirischen Wissen zu gegenwärtigen Urbanisierungsprozessen erweitern möchten. Wir werden einige gerne übersehene Klassiker wie Henri Lefebvre lesen, aktuellste Bücher zum Thema wie das von David Wilson, wie auch neue urbane Ungleichheiten oder Chancen der Überwindung von städtischen Krisen in den Blick nehmen (Right to the city movement, urban gardening, Nachhaltigkeit u.a.). Es soll das Verständnis geweckt werden, wie sich konzeptionelle Theorie ‚großer Reichweite‘ mit konkreten Ergebnissen ‚vor Ort‘ verbinden lassen, um aktuelle regionale und städtische Problemlagen adäquat in den Blick nehmen zu können. Achtung: Beginn Dienstag, 14.10., 16 Uhr c.t.
Literatur:

Vorbereitende Lektüre: Lefebvre, Henri, Die Revolution der Städte: La Revolution urbaine, Neuausgabe mit einer Einführung von Klaus Ronneberger, CEP: Hamburg 2014