Sie befinden sich hier: Fakultät » Startseite des Lehrstuhls » DoktorandInnen

Cand.phil. Medard Djatou (mdjatou@yahoo.fr) (mdjatou@yahoo.fr)

"Kulturen und Beeinträchtigungen in Afrika. Die Albinos innerhalb der Bantus und Sudano Sahelian Kulturen in Kamerun: eine Studie der Ethnikgruppe der Bamileke, Beti, Fulbe und Massa "

Das Hauptziel dieser Dissertationsarbeit besteht darin, innerhalb zwei Hauptgruppen in Kamerun die kulturelle Wahrnehmung und Vorstellung über die Albinos darzustellen: nämlich der Sudano-Sahelian und der Bantus. In den etnischen Gruppen der Bamileke, Beti, Massa und Fulbe wird die sozio- kulturelle Identität (Glauben, Rituale, traditionelle Rechte, Sprichworte) und deren Einfluss auf die Integration der Albinos in der gegenwärtigen Gesellschaft beschrieben und analysiert.

Medard Djatou, geboren 1972, hat Anthropologie an der Universität von Yaoundé I in Kamerun studiert.
2003 Master in kulturellen Anthropologie, 2008 “Diplome d’Etudes Approfondies” (forschungsorientierten Masterabschluss), Als berufliche Erfahrung habe ich als Anthropologe in verschiedenen Entwicklungsprojekte in Kamerun gearbeitet.

Erstbetreuung: Prof. Dr. Dieter Haller, Ruhr-Universität Bochum

Zweitbetreuung: Prof. Dr. Bettina Zurstrassen, Ruhr-Universität Bochum


Cand.phil. Lüder Tietz (lueder.tietz@uni-oldenburg.de)

"Two-Spirit: Schwul-les-bi-trans-inter-queeres Selbstverständnis im indigenen Nordamerika."

Ziel der Dissertation ist, die Selbstpositionierung indigener schwuler, lesbischer, bisexueller, intersexueller und transgeschlechtlicher AktivistInnen in Nordamerika zu untersuchen. Der Aufbau des bi-nationalen Netzwerkes der Two-Sprits wird als Empowerment in einem von Rassismus, Heteronormativität und Sexismus durchzogenen Feld verstanden. Aufgrund eigener Feldforschung stehen vielfältige biographische, politische, künstlerische und wissenschaftliche Selbstzeugnisse zur Verfügung. Diese werden in einer quasi-dialogisch aufgebauten Ethnographie dargestellt, kommentiert und interpretiert.

Lüder Tietz, Jg. 1966, Studium der Ethnologie, Psychologie und britischen Literatur (Magister Artium Universität Hamburg 1996) und der Kulturwissenschaftlichen Geschlechterstudien (Zertifikat Universität Oldenburg 2000). Berufserfahrung in der Museumspädagogik, Erwachsenenbildung und Arbeitsvermittlung. Beiträge zu und Herausgabe von wissenschaftlichen Sammelbänden (z. B.Tietz, 2004, Hg., Homosexualität verstehen: Kritische Konzepte für die pädagogische und psychologische Praxis. Hamburg). Derzeit Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kulturwissenschaftlichen Institut: Kunst, Textil, Medien der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Erstbetreuung: Prof. Dr. Karen Ellwanger, Kulturwissenschaftliches
Institut: Kunst, Textil, Medien, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Zweitbetreuung: Prof. Dr. Dieter Haller, Ruhr-Universität Bochum

Zulassung zur Promotion: 1998, voraussichtlicher Abschluss: 2011/12.


Cand.phil. Barbara Peveling (peveling@gmx.de)

"Zwischen Orient und Okzident: Identität und Differenz nordafrikanischer Juden in Frankreich"

Die Doktorarbeit basiert auf einer einjährigen stationären Feldforschung in einem Migrantenviertel im Zentrum von Marseille. Im Rahmen der Mittelmeerethnologie werden die lokalen Strukturen, Netzwerke und Traditionen der Akteure betrachtet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den kulturellen, religiösen, ökonomischen und sozialen Reserven, welche im Zuge der auf die Migration folgenden Integration verloren gingen, und heute im Alltag, oder außerhalb des Alltags von den Akteuren widerbelebt werden.

Beginn des Projektes: August 2006, Ende 2009

Erstbetreuung: Prof. Thomas Hauschild, Institut für Ethnologie, Universität Halle

Zweitbetreuung: Prof. Dr. Dieter Haller, Ruhr-Universität Bochum



Cand.phil. Sarah Weber (sarah.weber-g2p@ruhr-uni-bochum.de)

"Malta und die ‚Boat People‘. Eine Ethnologie der interkulturellen Begegnung"

Das Dissertationsprojekt nimmt die aktuelle Flüchtlingsproblematik auf Malta – als Beispiel eines "Außenpostens" des "Grenzlandes Europa" – in den Blick. Dabei stehen die verschiedenen Akteure im Mittelpunkt, die sich auf Malta durch die aktuellen Migrationsbewegungen von Afrika nach Europa gewollt und ungewollt begegnen, und deren Lebenswelten dadurch in Bewegung geraten. Die Forschungen auf Malta fanden im Zeitraum zwischen 2007 und 2011 statt.
Malta dient dabei als Beispiel für einen Ort zunehmender interkultureller Begegnungen durch Migrationsprozesse im Mittelmeerraum. Verschiedene interkulturelle Akteure, Malteser und irreguläre wie reguläre Migranten, suchen in Folge dessen eine eigene Position in der Debatte, die sich zumeist gegen die Einwanderung aus Afrika richtet. Insbesondere jene Interpretationen maltesischer Geschichte, die Malta als „Bollwerk gegen die Osmanen“ oder als durch Fremdherrschaft geprägten Ort begreifen, werden in der aktuellen Migrationsdebatte herangezogen, um gegen die Bootsmigranten zu argumentieren. Dabei zeigt sich auch, dass auch interkulturelle Akteure tief in die Diskurse und Praktiken des europäisch-mediterranen Grenzregimes verstrickt sind. Die Revisionen und Restrukturierungen kultureller Selbstbilder sollen einer besonderen Betrachtung unterzogen und Ambivalenzen, Dissonanzen und Spannungen, die sich gerade für Akteure (Malteser und Migranten) in interkulturellen Lebenswelten daraus ergeben können, verdeutlicht werden.
Die Abgabe der Arbeit ist für das Frühjahr 2012 geplant.

Erstbetreuung: Prof. Dr. Dieter Haller, Ruhr-Universität Bochum

Zweitbetreuung: PD Dr. Heidrun Friese, Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder)