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Laufende Projekte

Arenen der Interessenvermittlung in Deutschland: Rechtliche Interessenvertretungsstrategien von Verbänden

Das Projekt ist Teil eines universitätsübergreifenden Projektverbundes mit  den Lehrstühlen von Prof. Dr. Rainer Eising und Prof. Dr. Ludger Pries von der Ruhr-Universität Bochum sowie Juniorprof. Dr. Andreas Blätte von der Universität Duisburg-Essen. Das Projekt erforscht die Strategiewahl und den Einfluss von Verbänden in verschiedenen Arenen (Parlamente, Medien, Rechtssystem) und Politikfeldern (Soziales, Umwelt, Migration). Das hier angesiedelte Teilprojekt befasst sich mit der verbandlichen Interessenvertretung im Rechtssystem. Dabei stehen folgende Fragen im Zentrum: wie hat sich die Nutzung des Rechtssystem als Arena der Interessenvermittlung seit Beginn der 1990er Jahre entwickelt? Lässt sich der in der Literatur behauptete Trend zur Justizialisierung von Prozessen der Interessenvermittlung bestätigen? Und welche Erklärungsfaktoren spielen hier eine Rolle?

 

Das Projekt wird gefördert durch das Mercator Research Center Ruhr (Mercur)
Laufzeit: 4/2014 – 3/2016

 

 

Die Rolle der Gerichte bei der Policy-Entwicklung im europäischen Mehrebenensystem

Das Buch- und Konferenzprojekt wird in Zusammenarbeit mit PD Dr. Ingrid Schneider von der Universität Hamburg durchgeführt. Es beschäftigt sich mit der Frage, in welcher Weise und Intensität die Rechtsprechung der europäischen Gerichtshöfe (EuGH, EGMR) auf die nationale Politikentwicklung Einfluss nimmt. Dem Europäischen Gerichtshof wird vorgeworfen, durch seine liberale Rechtsprechung die wohlfahrtstaatlichen Institutionen korporatistischer Mitgliedstaaten der EU zu beschädigen. Lässt sich dieser Befund bestätigen? Welche Muster lassen sich in anderen Politikfeldern identifizieren? Verstärkt die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte diese Trends, oder bildet sie ein Gegengewicht? Welche Handlungsspielräume werden von nationalen Akteuren genutzt, die europäischen Impulse aufzunehmen oder abzuwehren?
 
Das Projekt wird finanziell unterstützt durch die Fritz-Thyssen-Stiftung
Laufzeit: 01/2014 – 01/2015