Lehrveranstaltungen

Sommersemester 2018

Prof. Dr. Katharina Böhm wird im Sommersemester 2018 (01.04.-31.10.2018) die Professur "Theorie und Empirie des Gesundheitswesens" an der Universität Kassel vertreten.
In diesem Zeitraum finden deshalb keine Veranstaltungen der Juniorprofessur an der Ruhr-Universität statt.

Einführung in die Gesundheitspolitik (GÖP, Teil II), WiSe 2017/18

Termin: Di, 08:30 - 12:00 14-täglich, GC 03/33

Diese einführende Veranstaltung zielt darauf, die Grundlagen des Politikfeldes zu vermitteln. Hierzu gehören insbesondere die Institutionen, die Akteure sowie die Steuerung des Gesundheitswesens in Deutschland. Zu Beginn werden wir das Politikfeld abstecken und uns mit verschiedenen Definitionen von Gesundheitspolitik auseinandersetzen. Anschließend werden wir uns mit der Frage beschäftigen, wie staatliches Eingreifen im Gesundheitssektor zu rechtfertigen ist und dabei sowohl ökonomische als auch gerechtigkeitstheoretische Argumente berücksichtigen. Nach einer Vertiefung der theoretischen Grundlagen der Politikfeldanalyse werden wir uns intensiv mit den Akteuren, ihren Interessen und der politischen Steuerung im Gesundheitswesen beschäftigen. Hierbei werden wir uns insbesondere auch den Akteursstrukturen in den einzelnen Versorgungsbereichen widmen, sowie Unterschiede in der Steuerung zwischen den Bereichen thematisieren. Weitere Themen werden Reformblockaden und deren Überwindung, der Vergleich von Gesundheitssystemen sowie die Auswirkungen der europäischen Integration auf die deutsche Gesundheitspolitik sein. Der Aufbau und die Funktionsweise des Gesundheitswesens stehen nicht im Fokus des Seminars und werden nur insoweit behandelt, wie es für das Verständnis der gesundheitspolitischen Prozesse notwendig ist.

 

Literatur:

Blank, Robert H.; Burau, Viola (2007): Comparative Health Policy. 2. ed. Basingstoke u.a.: Palgrave Macmillan.

Busse, Reinhard; Blümel, Monika (2014): Germany: Health System Review (Health Systems in Transition, 16(2)). Online verfügbar unter http://www.euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0008/255932/HiT-Germany.pdf?ua=1.

Rosenbrock, Rolf; Gerlinger, Thomas (2014): Gesundheitspolitik. Eine systematische Einführung. 3., vollst. überarb. Aufl. Bern: Huber.

Simon, Michael (2017): Das Gesundheitssystem in Deutschland. Eine Einführung in Struktur und Funktionsweise. 6., vollst. überarb. und erw. Aufl. Bern: Huber.

Weitere Literatur wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben. Simon 2017 eignet sich sehr gut, um sich im Vorfeld oder parallel zum Seminar die erforderlichen Grundkenntnisse über die Strukturen des deutschen Gesundheitssystems anzueignen.

 

Anmeldung/Voraussetzungen:

Anmeldung über CampusOffice ab 28.08.2017.

Bereitschaft zur aktiven, regelmäßigen Mitarbeit. Grundkenntnisse über Strukturen des deutschen Gesundheitssystems. Wenn diese nicht vorhanden sind, müssen Sie sich diese parallel zur Veranstaltung im Selbststudium aneignen. Studierende der Universität Duisburg-Essen melden sich bitte per Mail bei der Dozentin an: katharina.boehm@rub.de

 

Voraussetzungen für Studiennachweise / Modulprüfungen:

Voraussetzungen für Studiennachweise / Modulprüfungen Studiennachweise können bei regelmäßiger, aktiver Teilnahme in der Regel durch einen aktiven Beitrag (Referat/Fragen zum Text/Expertenrolle u. ä.) erworben werden. Für die Modulprüfung muss zusätzlich eine Hausarbeit angefertigt werden.

Gesundheitliche Versorgung in Wattenscheid (Empiriemodul BA, Teil I/II), SoSe 2017

Theorieblock am 3.-5.4.17 von 15:30-18:45 Uhr, Hochschule für Gesundheit (Raum C1401 - Hochschule für Gesundheit)
Praxisphase 18.04.-30.06.17

Die Stadt Bochum führt im Stadtteil Wattenscheid ein Stadterneuerungsprojekt mit besonderem Fokus auf Gesundheit durch. Im Rahmen des Projektes wurden u.a. ein Stadtteilbüro eingerichtet und verschiedene Maßnahmen zur gesundheitsförderlichen Gestaltung des Wohnumfeldes initiiert. Die Stadt Bochum möchte in den nächsten Jahren weitere gesundheitsbezogene Projekte und Maßnahmen im Stadtteil anstoßen bzw. durchführen. Hierfür sind zunächst weitere Analysen des Ist-Zustandes und der gesundheitlichen Bedarfe der Bevölkerung notwendig. Das Empirieseminar zielt deshalb darauf, eine Ist-Analyse der gesundheitlichen Versorgung in Wattenscheid und der Bedarfe der BewohnerInnen zu erstellen. Wir werden uns hierbei einzelne Themenbereiche (z.B. medizinische Versorgung, Prävention, gesunde Ernährung) und einzelne Zielgruppen (z.B. Kinder, Ältere, Arbeitslose) herausgreifen. Die Fragestellungen der Arbeitsgruppen sind dabei sehr praxisorientiert und wurden gemeinsam mit den Akteuren vor Ort entwickelt.

Das Seminar findet in Kooperation mit der Hochschule für Gesundheit (hsg) statt. Vorgesehen sind gemischte Arbeitsgruppen mit Studierenden der hsg und der RUB.

 

Anreise:
Der Raum C1401 befindet sich im ersten der drei Gebäude auf dem Gesundheitscampus aus Richtung Unistrasse kommt. Unten im Gebäude ist die Mensa. Unmittelbar neben der Mensa gibt es einen Treppenaufgang zum Atrium. Der Raum befindet sich dort auf Ebene 1. (Karte des Gesundheitscampus: http://www.gc-bo.de/de/flaechen/gesundheitscampus/ )


Zeitlicher Ablauf:
Theorieblock am 3.-5.4.17 von 15:30-18:45 Uhr
Praxisphase 18.04.-30.06.17
Während der Praxisphase: Einzeltreffen der Gruppen mit der Betreuerin/dem Betreuer
Abgabe des Projektberichtes: 30.09.17
Präsentation der Ergebnisse bei einer öffentlichen Veranstaltung sowie bei der Bochumer Gesundheitskonferenz im Sommer

Literatur:
Stadt Bochum (2015): Gesundes Wattenscheid – Familienfreundlich und generationengerecht. Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept, online verfügbar unter https://www.bochum.de/C125708500379A31/vwContentByKey/W29EJKU9997BOCMDE#par2 (01.12.16)
Weitere Literatur wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.
 

Anmeldung/Voraussetzungen:
Anmeldung über CampusOffice.
Erstellung eines Forschungsberichts, öffentliche Präsentation der Projektergebnisse. 

Gesundheitsreformen der Großen Koalition (GÖP, Teil II), SoSe 2017

Termin: Di, 14:00 - 16:00, GC 03/149

Das deutsche Gesundheitswesen galt lange als reformresistent. Diese These ist spätestens seit der letzten Legislaturperiode widerlegt. Der Großen Koalition hat so viele Gesundheitsreformen verabschiedet wie keine andere Regierung vor ihr. Dabei ist es ihr auch gelungen, Reformvorhaben durchzusetzen, die zum Teil schon seit Jahrzehnten diskutiert wurden aber nie verwirklicht werden konnten. Im Seminar werden wir die Kerninhalte der wichtigsten Gesundheitsreformen der Großen Koalition erarbeiten und mithilfe theoretischer Ansätze versuchen, die beobachteten Entwicklungen in einen größeren Gesamtzusammenhang einzuordnen.

Das Seminar gliedert sich in einen theoretischen und einen empirischen Teil: Zu Beginn werden wir uns mit Theorien zum Wandel des Wohlfahrtsstaates beschäftigen, uns einen Überblick über die deutsche Gesundheitspolitik der Nachkriegszeit verschaffen und die nötigen Kenntnisse über den Ablauf des Gesetzgebungsprozesses in Deutschland aneignen. Im empirischen Teil werden wir einzelne wichtige Reformen herausgreifen und eingehender analysieren. Am Ende des Seminars werden wir die einzelnen Befunde zusammenführen um ein Gesamtbild der Reformtätigkeit zu erhalten.

 

Literatur:

Rosenbrock, Rolf; Gerlinger, Thomas (2014): Gesundheitspolitik. Eine systematische Einführung. 3., vollst. überarb. Aufl. Bern: Huber.
Weitere Literatur wird in der ersten Seminarsitzung bekannt gegeben. 

 

Anmeldung/Voraussetzungen:

Anmeldung über CampusOffice. Bereitschaft zur aktiven, regelmäßigen Mitarbeit.
Besuch des Seminars "Einführung in die Gesundheitspolitik" oder vergleichbarer Veranstaltungen, die einen Überblick über Akteure, Institutionen und Interessen in der deutschen Gesundheitspolitik vermitteln

 

Voraussetzungen für Studiennachweise / Modulprüfungen:
Studiennachweise können bei regelmäßiger, aktiver Teilnahme in der Regel durch einen aktiven Beitrag (Referat/Fragen zum Text/Expertenrolle u. ä.) erworben werden. Für die Modulprüfung muss zusätzlich eine Hausarbeit angefertigt werden.  

Global health governance: Die Rolle der WHO (IIP, Teil II), SoSe 2017

Termin: Di, 10:00 - 12:00, GBCF 04/255

Gesundheit ist in einer globalisierten Welt nicht mehr alleine durch nationale Politiken sicherzustellen. Schweinegrippe, SARS und ZIKA sind nur einige Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit, die uns die globale Dimension von Gesundheit verdeutlicht haben. Neben der Bekämpfung von Infektionskrankheiten gibt es eine Vielzahl weiterer gesundheitspolitischer Bereiche, die eine globale Dimension aufweisen (z.B. die „Pandemie“ chronischer Erkrankungen, der Zugang zu lebenswichtigen aber teuren, patentgeschützten Medikamenten) und die deshalb eine internationale Zusammenarbeit erfordern. Das Seminar wird sich mit verschiedenen global health Themen beschäftigen und dabei den Fokus auf die Rolle der Weltgesundheitsorganisation (WHO) legen.
Das Seminar gliedert sich in drei Teile: wir werden uns zunächst einen Überblick über global health governance verschaffen und die Entwicklung, Themen, und wichtigsten Akteure dieses Feldes kennenlernen. Im Fokus des zweiten Teils steht die WHO. Hier werden wir uns mit Geschichte, Organisation und Reformen der WHO beschäftigen und uns dabei auch allgemeiner mit der Theorie Internationaler Organisationen auseinandersetzen. Im dritten Teil werden wir uns dann einzelne Tätigkeitsfelder der WHO wie z.B. chronische Erkrankungen, Gesundheitsförderung, HIV/AIDS/TBC/Malaria herausgreifen um die Rolle der WHO themenspezifisch zu analysieren.

 

Literatur:

Harman, Sophie (2012): Global health governance. London: Routledge.
Kamradt-Scott, Adam (2015): Managing Global Health Security. The World Health Organization and Disease Outbreak Control. Basingstoke: Palgrave Macmillan.
McInnes, Colin; Lee, Kelley (2013): Global Health and International Relations. Oxford: Wiley.
Youde, Jeremy R. (2012): Global health governance. Cambridge, Malden, Mass.: Polity Press.
Weitere Literatur wird in der ersten Seminarsitzung bekannt gegeben.

 

Anmeldung/Voraussetzungen:

Anmeldung über CampusOffice. Bereitschaft zur aktiven, regelmäßigen Mitarbeit.

 

Voraussetzungen für Studiennachweise / Modulprüfungen:

Studiennachweise können bei regelmäßiger, aktiver Teilnahme in der Regel durch einen aktiven Beitrag (Referat/Fragen zum Text/Vorbereitung einer Gruppenarbeit o. ä.) erworben werden. Für die Modulprüfung muss zusätzlich eine Hausarbeit angefertigt werden.