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Studienbeiträge


StudienbeiträgeSeit dem Sommersemester 2007 sind die Studierenden zur Zahlung von Studienbeiträgen verpflichtet. Um die Verwendung transparent zu gestalten, finden Sie hier Informationen über die Verwendung an der Fakultät für Sozialwissenschaft.

„Wo bleibt mein Geld?“- Zur Verwendung der Studienbeiträge an der Fakultät für Sozialwissenschaft

Studierende, die an der Ruhr-Universität Bochum studieren, sind in der Regel zur Zahlung von Studienbeiträgen verpflichtet. Viele werden sich fragen, was mit diesem Geld geschieht.Von den landesweit gezahlten Studienbeiträgen stehen 86 Prozent den Hochschulen zur Verfügung, 14 Prozent fließen in einen Ausfallfonds, der die sozialverträgliche Gestaltung sicherstellen soll – zum Beispiel für AbsolventInnen, die kein hinreichendes Einkommen erzielen, um das Beitragsdarlehen zu tilgen. An der Ruhr-Universität fließen zwei Drittel der Studienbeiträge an die Fakultäten und ein Drittel an das Rektorat für zentrale Maßnahmen zur Verbesserung der Lehre. Die Verteilung an die Fakultäten erfolgt nach der Zahl der in diesem Semester eingeschriebenen zahlungspflichtigen Studierenden.
Finanzmittel aus den Studienbeiträgen dürfen ausschließlich zur Verbesserung von Lehre und Studienbedingungen eingesetzt werden. An der Fakultät für Sozialwissenschaft erarbeitet eine Arbeitsgruppe aus HochschullehrerInnen, wissenschaftlichen MitarbeiterInnen, dem Dekanat und Vertretern der Studierenden Verwendungsvorschläge. Gemeinsam wurde ein Konzept entwickelt, dass eine gezielte Verbesserung der Studiensituation bewirken konnte und dass fortwährend weiterentwickelt wird. Die Fakultät erhielt bisher pro Semester zwischen 345.000-375.000 Euro, die Verwendung konzentriert sich im Wesentlichen auf vier Bereiche:
1) Quantitative Stärkung und inhaltliche Verbreiterung des Lehrangebots
2) Nachhaltige Verbesserung der Qualität der Lehre
3) Verbesserung der Studiensituation durch Ausbau und Professionalisierung der Beratungsangebote
4) Erweiterung der Ausstattung der Fakultätsbibliothek

1) Quantitative Stärkung und inhaltliche Verbreiterung des Lehrangebots
Die Fakultät verfolgt zum einen das Ziel, das Lehrangebot sowohl quantitativ zu stärken, als auch inhaltlich zu verbreitern. Zu diesem Zweck wurden zahlreiche hochqualifizierte Lehrkräfte für besondere Aufgaben eingestellt, welche nicht nur Lehrveranstaltungen anbieten, sondern auch mittelfristig für Beratung und insbesondere Prüfungen und Abschlussarbeiten zur Verfügung stehen. Auf diese Weise können insgesamt mehr Lehrveranstaltungen angeboten werden, was gerade in den Seminaren eine signifikante Reduzierung der Seminargrößen und des Betreuungsverhältnisses bewirkt hat. Zudem werden jetzt auch interessante Lehrveranstaltungen in bisher weniger berücksichtigten Themenfeldern angeboten und es kann insgesamt eine größere Zahl an Fachgebieten abgedeckt werden. Ergänzt wird diese Maßnahme durch eine Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Hier können Synergien genutzt und Praxisbezüge vertieft werden, indem beispielsweise in Forschungsprojekten beschäftigte NachwuchswissenschaftlerInnen Lehrveranstaltungen anbieten.

2) Nachhaltige Verbesserung der Qualität der Lehre
Zweitens werden, um die Qualität der Lehre nachhaltig zu verbessern, Mittel aus den Studienbeiträgen für von studentischen Lehrassistentinnen und Lehrassistenten betreute Kleingruppen eingesetzt. Diese dienen der Vor- und Nachbereitung der einzelnen Sitzungen sowie der Vorbereitung auf Prüfungen und Abschlussarbeiten. Durch diese Maßnahme konnte in den vergangenen Semestern in zahlreichen Lehrveranstaltungen Kleingruppenarbeit umgesetzt werden.
Von den Studierenden wurde dieses Angebot angenommen und begrüßt, da die kleinen Gruppengrößen eine intensive Betreuung gewährleisten und auf diese Weise zu einer stetigen Verbesserung der Lehre beitragen. Zusätzlich verstärkt die Fakultät seit dem Sommersemesters 2009 mit einer „Qualitätsinitiative Lehre“ ihre Bemühungen um eine nachhaltige Verbesserung der Qualität in der Lehre. Neben einem qualitativen Fortschritt des bestehenden Lehrgeschehens steht auch die curriculare Fortentwicklung des Lehrangebotes im Fokus. Unter anderem wurde ein Cafeteriasystem von Methodenbausteinen aufgelegt, sollen neue kompetenzorientierte Lehrmethoden nachhaltig im Lehrbetrieb verankert werden.

3) Verbesserung der Studiensituation durch Ausbau und Professionalisierung der Beratungsangebote
Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Verbesserung der Studiensituation durch Ausbau und Professionalisierung der Beratungsangebote dar. Da zu vernünftigen Studienbedingungen nicht nur ein breites und qualifiziertes Lehrangebot sowie ein angemessenes Betreuungsverhältnis, sondern auch die Unterstützung durch spezielle Beratungseinrichtungen gehört, wurde die Beratung im Bachelor- und Masterbereich ausgebaut. Auf Grund der wachsenden Bedeutung einer Internationalisierung von Studium und Lehre wurde in diesem Bereich eine Koordinatorin eingestellt, welche die bestehenden Kontakte zu internationalen Hochschulen ausbaut, neue knüpft und die Studierenden bei der Organisation von Auslandssemestern unterstützt. Die Professionalisierung der Beratungsangebote wird von den Studierenden gut angenommen und hat sich bewährt. Ausgehend von diesen Erfahrungen wird die Beratung und Betreuung im Bereich der Berufsfeldorientierung ab dem Wintersemester 2009/2010 ebenfalls ausgebaut werden.

4) Erweiterung der Ausstattung der Fakultätsbibliothek
Einer gut ausgestatteten Bibliothek kommt gerade in der Sozialwissenschaft eine Schlüsselrolle für die Qualität der Studiensituation zu. In der Fakultätsbibliothek konnten in den vergangenen Semestern gezielt Mittel der Studienbeiträge für eine Erweiterung des Lehrbücherbestands und des Zeitschriftenangebots eingesetzt werden. Zusätzlich zur Anschaffung neuer Werke konnten zahlreiche veraltete Lehrbücher und Nachschlagewerke durch neue Veröffentlichungen ersetzt werden. Durch den verstärkten Erwerb aktueller Fachbücher und den weiteren Ausbau des Bestands an Periodika, wird eine nachhaltige Qualitätssteigerung angestrebt. Über ein Online-Formular haben Sie die Möglichkeit, unkompliziert Bücher zur Anschaffung vorzuschlagen. Zudem wurde auch die technische Ausstattung optimiert, so verfügt die Bibliothek jetzt über eigene Schließfächer sowie Tragekörbe für Bücher. Auch konnten die Öffnungszeiten der Bibliothek ausgeweitet werden.

Multimedia
Innovative Lehre und erfolgreiches Lernen erfordern eine moderne technische Ausstattung. Aus Studienbeitragsmitteln wurden zusätzlich bereits Seminarräume mit Beamern und Leinwänden ausgestattet. Für Interviews im Rahmen von Seminaren, Haus- oder Abschlussarbeiten stehen jetzt hochwertige Diktiergeräte zur Verfügung, die vom Tutorienprogramm ausgegeben werden. Insbesondere für die Ausbildung im Master of Education wurde eine Videoausrüstung angeschafft.

Transparenz & Feedback
Es ist das Geld der Studierenden, daher ist es selbstverständlich, dass die Verwendung transparent gestaltet wird. Um den Ansprüchen und Bedürfnissen der Studierenden gerecht zu werden, benötigt die Fakultät ein Feedback. Ob Kritik an der Verwendung, Begeisterung oder Enttäuschung über einzelne Maßnahmen oder Vorschläge, was man konkret verbessern könnte- der Fachschaftsrat Sozialwissenschaft und die Koordination Studienbeiträge sind in diesem Fall die richtigen Ansprechpartner.

 

Studienbeitragsgesetz

Im März 2006 hat der nordrhein-westfälische Landtag das „Gesetz zur Sicherung der Finanzierungsgerechtigkeit im Hochschulwesen“ (HFGG) beschlossen. Dieses ermächtigt die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen ab dem Wintersemester 2006/2007 Studienbeiträge von maximal 500 Euro pro Semester für Erstsemester zu erheben, ab dem Sommersemester 2007 für alle Studierenden. Am 1. April 2006 ist dieses so genannte Studienbeitragsgesetz in Kraft getreten.
Der Senat der Ruhr-Universität hat am 18.09.2006 die Erhebung von Studienbeiträgen beschlossen. Entsprechend der an der Ruhr-Uni vereinbarten Satzung zur Verwendung der Studienbeiträge hatte die Universität zunächst seit dem Sommersemester 2007 von Studierenden für jedes Semester einen Studienbeitrag in Höhe von 500 Euro erhoben. Auf Antrag der Studierenden hat die Universität am 17.7.08 beschlossen, den vom Land NRW gesenkten Anteil der Studienbeiträge am Ausfallfonds (ursprünglich 18 Prozent) an die Studierenden weiterzugeben. Seit dem Wintersemester 2008/2009 beträgt die Höhe der Studienbeiträge an der RUB dementsprechend 480 Euro.

Was geht an die RUB?

Von den Studienbeiträgen stehen 86 Prozent den Hochschulen selbst zur Verfügung, 14 Prozent (entspricht 67,20 Euro) fließen in einen landesweiten Ausfallfonds. Dieses Geld wird auf ein Sicherungskonto eines eingezahlt, mit dem die Darlehen der NRW.Bank gesichert werden. Fast alle Studierenden an der Ruhr-Uni haben einen Anspruch auf dieses Darlehen. An der Ruhr-Universität nehmen zur Zeit ca. 17 % der Studierenden dieses Darlehen in Anspruch.
Studierende, die an der Ruhr-Universität Bochum in mehreren Studiengängen eingeschrieben sind, zahlen nur einen Studienbeitrag. Ganz oder zeitweise ausgenommen von der Beitragspflicht sind beispielsweise Studierende, welche minderjährige Kinder erziehen, ein Auslandssemester absolvieren oder sich als studentische Vertreter/innen z.B. im Senat, dem Studierendenparlament oder den Fachschaften engagieren sowie Promotionsstudent/innen. Die Pflicht zur Entrichtung der Studienbeiträge entsteht mit der Immatrikulation oder Rückmeldung, die Studienbeiträge müssen zusätzlich zum Sozialbeitrag gezahlt werden.

Verwendung an der RUB

Das Gesetz verpflichtet die Hochschulen, die Einnahmen aus den Studienbeiträgen zweckgebunden für die Verbesserung der Lehre und der Studienbedingungen zu verwenden. Von den nach Abzug der Zuführungen an den Ausfallfonds verbleibenden Mittel aus den Studienbeiträgen fließen zwei Drittel an die Fakultäten zur Verteilung in eigener Zuständigkeit und ein Drittel an das Rektorat für die Finanzierung zentraler Maßnahmen zur Verbesserung der Lehre. Die Verteilung an die Fakultäten erfolgt nach der Zahl der in diesem Semester eingeschriebenen grundsätzlich zahlungspflichtigen Studierenden.
Die Grundsätze der Verwendung innerhalb einer Fakultät werden im Fakultätsrat festgelegt. Unter anderem sollen die Mittel nicht gegen das einstimmige Votum der in diesem vertretenen Studierenden verwendet werden. Als finanzierungsberechtigte Maßnahmen gelten zum Beispiel:

  • Verbesserung des Tutoriensystems
  • Verbesserung Kleingruppenarbeit
  • Ergänzung Studienberatung
  • Verbesserung der Bibliotheksausstattung und der Lehrbuchausstattung
  • Multimedia-Ausstattung

Koordination Studienbeiträge

Jan Schedler
Raum GC 04/141
Tel.: (0234) 32-27133
E-Mail: jan.schedler@rub.de

Vorschlagsformular zur Verwendung der Studienbeiträge

Sie haben Vorschläge für die Verwendung der Studienbeiträge oder Kritik an deren Verwendung? Hier finden Sie ein Onlineformular, mit dem Sie Ihre Anmerkungen unkompliziert an die Koordination Studienbeiträge weiterleiten können!

Vorschlagsformular

Verwendungsberichte Studienbeiträge

Ergänzendes Vorlesungsverzeichnis

Ein Großteil unserer Studienbeitragsmittel fließt in neue Lehrkräfte. So können zahlreiche zusätzliche Lehrveranstaltungen angeboten werden.

Bücher und Zeitschriften aus Studienbeiträgen

Die Ausstattung der Fakultätsbibliothek konnte in den vergangenen Semestern aus Mitteln der Studienbeiträge erheblich verbessert werden. Zahlreiche veraltete Lehrbücher und Nachschlagewerke konnten durch neue Ausgaben ersetzt werden. Im Zeitraum vom Sommersemester 2007 bis zum Ende des Wintersemesters 2008/2009 wurden insgesamt 1.985 neue Bücher aus Studienbeiträgen finanziert, auch der Zeitschriftenbestand konnte ausgebaut werden. Zudem wurden Schließfächer aufgestellt, die PC-Ausstattung modernisiert und die Öffnungszeiten ausgeweitet.

Übersicht der Verwendung

Schaubild: Verteilung der Studienbeiträge

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