Klaus Krone arbeitete von 1980-2013 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Sozialtheorie und Sozialpsychologie der Fakultät für Sozialwissenschaft. Er hatte seinen Schwerpunkt im Bereich der Sozialtheorie.


Hierbei interessierten ihn die historische Entwicklung der Theorie der Gesellschaft sowie ihre Anschlussfähigkeit zu benachbarten Disziplinen, wie die Diskurstheorie und die Psychoanalyse.

In der Interdisziplinarität, wie sie in den zwanziger Jahren z. B. von der Kritischen Theorie angestrebt wurde und nach der Vertreibung ihrer Exponenten nach Nordamerika in der Antisemitismusforschung und den Studien über den autoritären Charakter ihre Anwendung fand, sah er ein historisches Vorbild für moderne Fragestellungen der Sozialtheorie.

In einer anderen theoretischen Konstellation wurde in Frankreich einige Jahrzehnte später ein ähnlicher Versuch unternommen. In den Vereinigten Staaten schließlich wurden diese Ansätze in der critical theory aufgenommen und z. B. in den postcolonial studies und den gender studies angewendet. Der Reimport dieser Traditionslinie der Sozialtheorie fand sein besonderes Interesse. Dabei versuchte er sich an den Rat Immanuel Kants zu halten: Theorie ohne Praxis ist leer, Praxis ohne Theorie ist blind.