Aktuell

Ungleichheiten des Geburtenrückgangs seit den 1970er Jahren im Vergleich

Die Arbeitsgruppe "Ungleichheiten des Geburtenrückgangs" befasst sich mit der Frage, wie die sukzessive Gleichstellung der Geschlechter in öffentlichen, nämlich wissenschaftlichen, politischen und medialen, Diskursen in Ost- und Westdeutschland seit den 1970er Jahren als eine bedeutsame, wenn nicht gar zentrale Ursache für den als problematisch angesehenen Geburtenrückgang und die antizipierte gesellschaftliche Schrumpfung hervorgebracht, verhandelt und/oder kritisiert wird. Besonderes Augenmerk der Diskursanalysen liegt dabei auf der zu Zeiten der deutsch-deutschen Teilung behaupteten 'Systemkonkurrenz‘ beider deutscher Staaten, insbesondere auch hinsichtlich der (bevölkerungsorientierten) Familien- und Geschlechterpolitik und dem Umgang mit der in beiden Teilen Deutschlands seit den 1970er Jahren 'problematisch' gewordenen sozialstrukturell differenzierten Geburtenentwicklung, und der Transformation dieser 'Systemkonkurrenz' im wiedervereinigten Deutschland. Die Fokussierung der diskursiven Impulsgeber Wissenschaft, Politik und Medien folgt der in der wissenschaftskritischen Forschung zur Demographie aufgezeigten und als problematisch beschriebenen Nähe von Wissenschaft und Politik und nimmt zudem die Überlegung auf, dass die Medien, wie vielleicht kein anderer gesellschaftlicher Teilbereich sonst, großen Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung haben.

 

Exzellenz und/oder Chancengleichheit der Geschlechter: Nationale Programmatiken und lokale diskursive Praktiken an Universitäten in Deutschland und der Schweiz

Eingebettet in die internationale Diskussion zur 'Entrepreneurial University' werden in dem Projekt aktuelle Reformen bezüglich wissenschaftlicher Exzellenz und Chancengleichheit an Universitäten untersucht. Im Fokus sind dabei zwei Ebenen: Nationale Programmatiken und deren Verwendung im organisationalen Alltag von ausgewählten Universitäten in Deutschland und der Schweiz werden einer Wissenssoziologischen Diskursanalyse unterzogen. Zweitens wird untersucht, in welcher Weise die auf der national-programmatischen Ebene vorgefundenen Diskurse auf der lokal-organisationalen Ebene in diskursive Praktiken übersetzt und überformt werden.


Das Vorhaben wird in Kooperation mit Prof. Dr. Julia Nentwich (Universität St. Gallen) durchgeführt und von 2014 bis 2018 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) im Rahmen des D-A-Ch-Abkommens (DFG, SNF und FWF) gefördert.


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GeschlechterGesellschaftsTheorien

In der interdisziplinären und internationalen Arbeitsgruppe "GeschlechterGesellschaftsTheorien" treffen sich seit 2007 Sozialwissenschaftler_innen verschiedener Statusgruppen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz halbjährlich zum konzentrierten wissenschaftlichen Austausch. Ziel ist die systematische Auslotung von Gesellschaftstheorien im Hinblick auf Verknüpfungsmöglichkeiten mit zentralen Einsichten der Geschlechterforschung. Die GGT-AG interessiert sich derzeit für die Revision relevanter Gesellschaftstheorien und einflussreicher Zeitdiagnosen aus der Perspektive der feministischen Debatte zum Spannungsverhältnis von privat und öffentlich.


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