Themenvorschläge für Abschlussarbeiten

Der Lehrstuhl für Soziologie / Organisation, Migration. Mitbestimmung bietet in verschiedenen Themenbereichen die Möglichkeit der Erstellung einer Bachelor- oder Master-Abschlussarbeit an. Die Themenbereiche sind Organisations- und Arbeitssoziologie, Erwerbsregulierung, Transnationalisierung und Migration, sowie Ankommen und Integration.

 

Allgemeine Hinweise zur Erstellung von Abschlussarbeiten:

 

  • Anregungen für mögliche Themen gibt es u.a. hier: Abgeschlossene Arbeiten an diesem Lehrstuhl
  • Alte Abschlussarbeiten können im Sekretariat von Prof Dr. Ludger Pries eingesehen werden. Bitte beachten Sie dazu die Öffnungszeiten des Sekretariats sowie die Tatsache, dass auch erforlgreich abgeschlossene Arbeiten lediglich der Orientierung dienen und nicht immer makellos sind.
  • Zur Anfertigung eines Exposés als ersten und notwendigen Schritt in Richtung Abschlussarbeit beachten Sie bitte das Exposéverfahren
  • Es wird zudem dringend empfohlen, an einem Abschluss-Kolloquium (donnerstags 16 bis 18 Uhr) teilzunehmen und den Inhalt der eigenen Abschlussarbeit dorin auch vorzustellen.
  • In Bezug auf formale Aspekte kann die Abschlussarbeit auch mit dem Team des Schreibzentrums der RUB besprochen werden: RUB Schreibzentrum

 

Hinweis zu den Themenvorschlägen:

Die nachfolgenden Themenvorschläge dienen als Orientierung in der Erstellung einer Abschlussarbeit. Sie sollen einen ersten Eindruck über mögliche Themenbereiche geben und aufzeigen, welche spezifischeren Themenstellungen dazu denkbar und sinnvoll wären. Die Vorschläge sind dabei oft noch sehr allgemein; Themenzuschnitt und Fragestellung sollen in einem persönlichen Gespräch noch weiter spezifiziert und konkretisiert werden.

 

Mögliche Themen auf dem Gebiet 'Organisations- und Arbeitssoziologie'

Soziale Ungleichheit in Organisationen

 

  • Der Einfluss von Qualifikation, Status, Geschlecht und Alter auf die Positionierung von Individuen in Organisationen
    Methode: Es könnte entweder die gegenwärtige Situation oder die Entwicklung der letzten zwanzig Jahre in einer Theorie-Arbeit auf der Basis einer Sekundäranalyse vorhandener Publikationen nachgezeichnet oder eine Arbeit auf Grundlage von Interviews geschrieben werden.

  • Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Zur Umsetzung der Frauenquote in deutschen Unternehmen
    Methode: Theoriearbeit (Sekundäranalyse vorhandener Publikationen) oder Arbeit auf Grundlage von Experteninterviews

  • Ungleiche Bezahlung gleicher Arbeit: Kern- vs. Randbelegschaften und ihre Folgen für das Betriebsklima
    Methode: Theoriearbeit (Sekundäranalyse vorhandener Publikationen) oder Arbeit auf Grundlage von (Experten-) Interviews mit relevanten Akteuren (z.B. Verantwortliche in Organisationen/Unternehmen; Beschäftigte)

 

Organisationen im Kontext gesellschaftlicher Herausforderungen / gesellschaftlichen Wandels

 

  • Interkulturelle Kompetenz in Krankenhäusern: Bestandsaufnahmen, Projekte, Evaluationen
    Methode: Sekundäranalyse vorhandener Publikationen; Inhaltsanalyse existierender Maßnahmen, Projekte u.ä.; Arbeit auf Grundlage von Experteninterviews

  • Talk, Decision, Action: Organized Hypocrisy am Beispiel des Dieselskandals
    Methode: Arbeit auf Grundlage der Auswertung der medialen Berichterstattung und der unternehmensseitigen Kommunikation zum Thema (z.B. Diskursanalyse)

  • Organisationale Bindung bei atypischer Beschäftigung: geht das? Wie stellen Unternehmen auch trotz kurzfristiger Vertragslaufzeiten usw. Engagement und Motivation auf Seiten der Mitarbeiter sicher?
    Methode: Arbeit auf Grundlage von (Experten-) Interviews mit relevanten Akteuren (Verantwortliche aus Organisationen/Unternehmen; Beschäftigte)

 

Digitalisierung: Wandel von Arbeit und Beschäftigungsformen

 

  • Prekarisierung und Selbstverwirklichung: Digitalisierung von Arbeit als ambivalenter Prozess am Beispiel von Crowdwork
    Methode: Theoriearbeit (Sekundäranalyse vorhandener Publikationen) oder Arbeit auf Grundlage von (berufsbiografischen) Interviews

  • Marktmechanismen und Leistungswettbewerb in der Plattformökonomie (z.B. mit Blick auf den Verkauf der 'Ware' Arbeitskraft, Entlohnungs-/Gratifikationssysteme)
    Methode: Theoriearbeit (Sekundäranalyse vorhandener Publikationen); Vergleich verschiedener Plattformen (z.B. auf Grundlage von Auswertung verschiedener Plattformen hinsichtlich ihren spezifischen Strukturen hinsichtlich Markt, Wettbewerb, Konkurrenz, Entlohnung etc.); oder Interviews mit Betroffenen (z.B. zu deren Arbeitsalltag und -erfahrungen in der Plattformökonomie)

  • Apps und Wearables: Digitale Technologien und Arbeitsmittel als Erleichterung oder Überforderung für Beschäftigte?
    Methode: Theorie-Arbeit (Sekundäranalyse vorhandener Publikationen und Aufarbeitung bisheriger empirischen Studien zum Thema) oder eine Arbeit auf Grundlage von Interviews mit Beschäftigten (sinnvoll z.B. bei Fragen nach veränderten Arbeitsanforderungen in konkreten Arbeitsfeldern, Branchen u.ä. und deren Einordnung/Bewertung seitens betroffener Beschäftigter)

 

Arbeitsorientierungen und Erwerbsmuster im Wandel

 

  • Digital nomads‘ & ‚New Work‘: Welche Arbeitsorientierungen haben (junge) Erwerbstätige heute?
    Methode: Arbeit auf Grundlage von (berufsbiografischen) Interviews mit Erwerbspersonen

  • Commitment mit/für wen oder was? Die Kombination von Arbeits- und Familienorientierungen zwischen rationalem Kalkül, Berufsorientierung und emotionaler Bindung
    Methode: Theorie-Arbeit auf der Basis einer Sekundäranalyse vorhandener Publikationen oder eine empirische Arbeit auf Grundlage von Interviews

  • Vom Normalarbeitsverhältnis zu hybriden Erwerbsformen? Analyse zum Wandel und zur Kombination verschiedener Formen von Arbeit im Rahmen individueller Erwerbsbiografien.
    Methode: Theoriearbeit (Sekundäranalyse vorhandener Publikationen); Arbeit auf Grundlage von (berufsbiografischen) Interviews mit Erwerbspersonen; quantitative Auswertung vorhandener Daten zu Arbeitsmarkt- und Erwerbsdynamiken (z.B. IAB, SOEP)

 

Organisationen im Bereich Flucht und Migration

 

  • Organisationale Netzwerkdynamiken - halten die Flüchtlingsorganisationen in Krisenzeiten eher zusammen?
    Methode: Experteninterviews (Blick sowohl auf die heutige Kooperation als auch retrospektiv)

  • Blick in die Zukunft - wie planen Flüchtlingsorganisationen ihre Arbeit für Migranten von Morgen?
    Methode: Experteninterviews

  • Aktivitätsdynamiken von asylbezogenen Organisationen im Kontext der Flüchtlingskrise
    Methode: Experteninterviews und Homepageanalysen zu den Aktivitäten in den letzten 5 Jahren

  • Selbst- und Fremdpositionierung von jüngeren Organisationen tätig in der Stadtteilentwicklung (Abgleich von Normen, Erwartungen, Leitbildern) und deren wahrgenommener Einfluss auf die Teilhabechancen von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund (bspw. könnten Initiativen des Pact Zollverein in Essen untersucht werden).
    Methode: Empirische Arbeit mittels strukturierter und narrativer Interviews mit beteiligten Akteuren (Vertreter von entsprechenden Initiativen, kollaborierenden Einrichtungen wie dem Jugendamt, Künstlergruppen, etc. und Stadtteilbewohner), kombinierbar mit einer Dokumentenanalyse


 

Mögliche Themen auf dem Gebiet 'Erwerbsregulierung'

 

Gewerkschaften: Aktuelle Tendenzen, Einflussfaktoren und Projekte gewerkschaftlicher Organisierung in Deutschland und/oder im internationalen Vergleich

 

  • Von ‚Standortsicherung‘ bis ‚internationale Arbeitsrechte‘: Gewerkschaften im Dilemma zwischen Nationalismus und Globalisierung
    Methode: Sekundäranalyse vorhandener Publikationen; Inhaltsanalyse aktueller gewerkschaftlicher Positionierungen (z.B. Strategie-Papiere, Jahresberichte, Broschüren); Arbeit auf Grundlage von Experteninterviews mit Gewerkschafts-Akteuren

  • Stellvertreterpolitik am Ende? Herausforderungen für Gewerkschaften und kollektive Interessenvertretungen in der heutigen Arbeitswelt vor dem Hintergrund des aktuellen Mitgliederschwunds
    Methode: Theorie-Arbeit (Sekundäranalyse vorhandener Publikationen); Arbeit auf Grundlage von Experteninterviews mit relevanten Akteuren (z.B. Gewerkschaftsfunktionäre); quantitative Analyse der Mitgliederentwicklungen nach Einzelgewerkschaften und Branchen/Regionen

  • Individualisierung und/oder Solidarität: Analyse konkreter Maßnahmen und Organizing-Projekte von Gewerkschaften
    Methode: Theorie-Arbeit (Sekundäranalyse vorhandener Publikationen); Inhaltsanalyse gewerkschaftlicher Maßnahmen/Strategien (z.B. auf Basis von Jahresberichten, Strategie-Papieren); Arbeit auf Grundlage von Experteninterviews mit relevanten Akteuren (z.B. Gewerkschaftsfunktionäre)

  • Gewerkschaften und deren ambivalente Haltung zu Mindestlöhnen an ausgewählten Beispielen
    Methode: Experteninterviews mit gewerkschaftlichen Akteuren

  • Zwischengewerkschaftliche Spannungen und Interessenunterschiede bezüglich der Organisierung von Wirtschaftssektoren und Branchen
    Methode: Experteninterviews mit gewerkschaftlichen Akteuren oder qualitative Inhaltsanalyse gewerkschaftlicher Strategiepapiere, Broschüren, Websites etc.

 

Betriebsräte: Aktuelle Tendenzen und Einflussfaktoren der Bildung von unterschiedlichen Typen von Betriebsräten in Deutschland und/oder im internationalen Vergleich

 

  • Braune Betriebsräte? Untersuchung zur Besetzung von Betriebsratsposten mit rechtspopulistischen/rechtsradikalen Personen und den Folgen für die betriebliche Mitbestimmung.
    Methode: Sekundäranalyse vorhandener Publikationen; Auswertung von entsprechenden Daten zu Betriebsratswahlen etc.; Arbeit auf Grundlage von Interviews mit Betriebsräten und/oder anderen Experten

  • Entwicklung der Studien zu verschiedenen Typen von Betriebsräten in Deutschland
    Methode: Sekundäranalyse vorhandener Publikationen

  • Entwicklung der Anzahl und Struktur von Betriebsräten nach Sektoren und Regionen in Deutschland in den Jahren 2000 bis 2018
    Methode: Quantitative Auswertung von Daten wie dem IAB-Betriebspanel oder ähnlichen Massendaten

 

Herausforderung für Formen und Praxen der Erwerbsregulierung vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklungen (z.B. Digitalisierung, Globalisierung)

 

  • Crowdworker zwischen Solo-Selbstständigkeit und Schein-Selbstständigkeit. Analyse der arbeitsrechtlichen Situation von Erwerbspersonen in der Plattform-Ökonomie
    Methode: Sekundäranalyse auf Basis vorhandener Publikationen; Inhaltsanalyse der AGbs und Nutzungsbedingungen von Crowdwork-Plattformen hinsichtlich der rechtlichen Ausgestaltung der dortigen Arbeits-/Beschäftigungsverhältnisse; Arbeit auf Grundlage von Experteninterviews (z.B. mit Plattformbetreibern, Arbeitsrechtlern)

  • Betriebsratsarbeit 4.0? Chancen und Risiken der Digitalisierung für die betriebliche Mitbestimmung.
    Methode: Sekundäranalyse vorhandener Publikationen; Arbeit auf Grundlage von Experteninterviews mit Betriebsräten.

  • Grenzenlose Arbeit: Wie kann es gelingen, Mindeststandards für global verteilte Arbeit umzusetzen? Eine Analyse am Beispiel Crowdwork.
    Methode: Sekundäranalyse auf Grundlage vorhandener Publikationen; Inhaltsanalyse bestehender Ansätze und Maßnahmen seitens ILO, Gewerkschaften etc.; Arbeit auf Grundlage von Experteninterviews (z.B. mit Gewerkschafts-Akteuren)

  • Zunehmende Verbetrieblichung von Tarifverträgen und ihre Folgen für gewerkschaftliche Mitbestimmung
    Methode: Sekundäranalyse auf Grundlage vorhandener Publikationen; Arbeit auf Grundlage von Experteninterviews (z.B. mit Gewerkschafts-Akteuren)


 

Mögliche Themen auf dem Gebiet 'Transnationalisierung und Migration'

 

Der Einfluss organisierter Gewalt auf Prozesse (erzwungener) Migration. Fallbeispiel Zentralamerika, Mexiko, subsaharisches Afrika oder Middle East

 

  • Bedeutung des sozialen Status in der Herkunftsgesellschaft für das Erleben unterschiedlicher Formen von organisierter Gewalt und für den Migrationsverlauf                                                                                                      Methode: Empirische Arbeit auf Grundlage biographisch-narrativer Interviews

  • Wie stellen sich Erfahrungen organisierter Gewalt in Migrationsbiographien narrativ dar? Welche Zusammenhänge zeigen sich zu möglichen Defiziten gesellshcaftlicher -Entwicklung?
    Methode: Empirische Arbeit anhand der Analyse von Migrationsbiographien

  • Theorie-Arbeiten zum Zusammenhang von unterschiedlichen Formen organisierter Gewalt, Entwicklungsdefiziten und Migration in den einzelnen Herkunftsregionen oder im Vergleich

 

Multilokale Inkorporationsprozesse

 

  • Welche Bedeutung haben transnationale Familienbeziehungen von Geflüchteten für die Partizipation am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt?
    Methode: Theorie-Arbeit auf Basis von Sekundäranalysen oder eigene qualitative Erhebung mittels Interviews (Narrative Interviews und Experteninterviews (bspw. mit Jugendbetreuungseinrichtungen))

  • Multilokale Prozesse der Inkorporation (und sozialer Mobilität) von unterschiedlichen Einwanderergruppen im Vergleich (bspw. Folgegenerationen von Einwanderern, (Spät)Aussiedler, Einwanderer im Zuge der EU-Osterweiterungen, Einwanderung im Kontext der Finanz- und Wirtschaftskrise, Migration und Flucht aus Drittstaaten früher und heute)
    Methode: Empirische Arbeit mittels (biographisch-) narrativer Interviews und/oder Analyse größerer Datensets; auch eine Sekundäranalyse ist möglich.

  • Die verschiedenen Formen transnationalen Familienlebens und ihre Folgen für die einzelnen Familienmitglieder. Methoden: Theorie-Arbeit auf der Basis der Sekundäranalyse vorhandener Publikationen, empirische Arbeit mittels Interviews zu aktuellen Lebensformen

 

Mögliche Themen auf dem Gebiet 'Ankommen und Integration'

 

Der Einfluss organisierter Gewalt auf Prozesse von Ankommen und Integration

 

  • Die Rolle von Gewalterfahrungen für die Integration von Menschen mit Fluchterfahrung
    Methode: Arbeit auf der Basis einer Sekundäranalyse vorhandener Studien, auf Grundlage von narrativen Interviews oder auf Grundlage statistischer Analysen (v.a. https://www.bamf.de/SharedDocs/Projekte/DE/DasBAMF/Forschung/Integration/iab-bamf-soep-befragung-gefluechtete.html).

  • Bedeutung des sozialen Status in der Herkunftsgesellschaft für das Erleben unterschiedlicher Formen von organisierter Gewalt von Menschen mit Fluchterfahrung

    Methode: empirische Arbeit auf Basis von biographisch-narrativen Interviews

  • Die Erfahrungen organisierter Gewalt im Migrations- und Fluchtprozess und die Teilhabe an Bildung und Ausbildung

    Methode: empirische Arbeit auf Basis von biographisch-narrativen Interviews

 

 

Fluchtwege und -dynamiken von in Deutschland aufhältigen Geflüchteten: Analyse der IAB-SOEP-BAMF-Befragung von 4.500 von 2016

 

  • Zusammenhang zwischen Fluchtverläufen und gesellschaftlicher Teilhabe in den Bereichen Bildung, Arbeitsmarkt, soziale Beziehungen

  • Bedeutung familiärer Zusammenhänge und andere soziale Beziehungen bei Prozessen gesellschaftlicher Teilhabe

 

Bedeutung interkultureller Kompetenz für das Ankommen und die Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund

 

  • Interkulturelle Kompetenz im Gesundheitssektor und ihre Rolle für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund

    Methode: empirische Studie auf Basis von Expertenbefragungen

  • Interkulturelle Kompetenz im Bildungsbereich und ihre Rolle für die Integration von Menschen mit Fluchterfahrung                                                                                                                                                                                                                                Methode: empirische Studie auf Basis von Homepageanalysen oder Experteninterviews in Kitas, Schulen oder Hochschulen

 

Arbeitsmarktintegration und -partizipation von Flüchtlingen in Deutschland und/oder im EU-Vergleich

 

  • Abgrenzungsprozesse von Einheimischen bzw. bereits länger ansässigen etablierten Zuwanderern (Etablierten) gegenüber kürzlich zugewanderten Flüchtlingen (Außenseitern) auf dem Arbeitsmarkt. Welche (Gegen-)Strategien kommen zur Anwendung?

    Methode: empirische Arbeit mittels narrativer Interviews

  • Der Einfluss von Akteuren, Opportunitätsstrukturen und Handlungsstrategien auf soziale Mobilität auf dem Arbeitsmarkt

    Methode: empirische Arbeit mittels narrativer Interviews

  • Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Arbeitsmarktintegration (und an anderer Teilhabebereiche) von Geflüchteten heute und früherer Fluchtbewegungen (Bspw. Jugoslawienkriege)

    Methode: Theorie-Arbeit und/oder Sekundäranalyse; empirische Arbeit mittels biographisch-narrativer Interviews

 

Einflussfaktoren auf Teilhabechancen für Menschen mit Migrations-/Fluchterfahrung in NRW

 

  • Lebenslagen, Lebenschancen und Lebensstrategien von Menschen mit irregulärem und prekärem Aufenthaltsstatus (bspw. Duldung)

    Methode: die Arbeit könnte vorhandene Studien bzgl. ihrer theoretischen und methodischen Herangehensweise vergleichen; denkbar ist auch eine empirische Arbeit mittels ethnographischer Methoden und narrativer Interviews.

  • Der Zusammenhang zwischen Fluchtverläufen und gesellschaftlicher Teilhabe in den Bereichen Bildung, Arbeitsmarkt oder soziale Beziehungen

    Methode: empirische Arbeit auf Basis narrativer Interviews

  • Die Bedeutung von familiären Werten, Normen und Rollenzuschreibungen für den Inkorporationsprozess junger Geflüchteter

    Methode: narrative Interviews oder Experteninterviews mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von z.B. Jugendzentren

  • Selbst- und Fremdpositionierung von jüngeren Organisationen (Abgleich von Normen, Erwartungen, Leitbildern) tätig in der Stadtteilentwicklung und deren wahrgenommener Einfluss auf die Teilhabechancen von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund (z.B. könnten Initiativen des Pact Zollverein in Essen untersucht werden)

    Methode: empirische Arbeit mittels strukturierter und narrativer Interviews mit beteiligten Akteuren - Vertreterinnen und Vertreter von entsprechenden Initiativen, kollaborierenden Einrichtungen wie dem Jugendamt, Künstlergruppen, etc. und Stadtteilbewohnerinnen und Stadteilbewohnern

  • Welche Teilhabechancen sehen unterschiedliche Bevölkerungsgruppen (etablierte Einheimische und Einwanderergruppen und vor kürzerer Zeit Eingewanderte) in den Bereichen Arbeit, Bildung, Nachbarschaft und soziale Beziehungen (siehe Integrationsbarometer des SVR) in eher strukturschwachen Stadtvierteln des Ruhrgebiets und mit einer hohen Ansiedlungsquote von Flüchtlingen?
    Methode: Empirische Arbeit mittels strukturierter und narrativer Interviews mit ExpertInnen und StadtteilbewohnerInnen

 

Wandel der Begrifflichkeit und Sichtweisen in der Migrations- und Fluchtforschung - Theorien und Konzepte

 

  • Begrifflicher Wandel vom „Ausländer“ zum „Menschen mit Migrationshintergrund“

    Methode: literaturbasierte Arbeit oder empirische Studie auf Basis von Experteninterviews

  • Begrifflicher Wandel vom „Flüchtling“ zum „Geflüchteten“

    Methode: empirische Studie auf Basis von Experteninterviews in der Wissenschaft und Praxis