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Informationen zum Verfassen von Hausarbeiten

Kriterien zur Beurteilung von schriftlichen Seminararbeiten

Der Erwerb eines Leistungsnachweises setzt im Regelfall drei individuelle Teilleistungen voraus:

  • eine mündliche Präsentation (z.B. ein Referat, Methodensimulation)
  • ein Thesenpapier
  • schriftliche Ausarbeitung des zuvor geleisteten mündlichen Beitrages.

 

Schriftliche Ausarbeitung:

Zwischen dem Seitenumfang einer Arbeit und der Qualität der Arbeit besteht im Regelfall kein unmittelbarer Zusammenhang. Das erschwert die Beantwortung der Frage "Wie viele Seiten muss die Hausarbeit haben" Wir haben uns auf folgenden Richtwert für den Master of Education Sozialwissenschaften verständigt: 15 bis maximal 25 Textseiten, exklusive dem Deckblatt, dem Inhaltverzeichnis, dem Literaturverzeichnis und dem Anhang.
 

Bei der Bewertung der schriftlichen Ausarbeitung (Hausarbeit) legen wir folgende Kriterien an:

1. Grad der selbstständigen Leistung
  • Entwicklung einer Leitfrage/Problemfrage und Präzisierung des thematischen Schwerpunktes
  • Darlegung des Forschungsstandes
  • plausible, begründete, belegte und reflektierte Urteile
  • innovative Ausblicke bzw. Lösungsansätze
2. Sachlicher Gehalt
  • sachliche Richtigkeit
  • Begriffs- und Theoriekenntnisse
  • Berücksichtigung des aktuellen fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Forschungsstandes
  • Quantität und Qualität der verarbeiteten Literatur/Quellen (Verwendung von Fachliteratur; Internetseiten sind auf ihre Qualität hin kritisch zu überprüfen und sollten nicht den Schwerpunkt der verwendeten Quellen darstellen)
3. Planung/Aufbau/Gedankenführung
  • eine der Leitfrage entsprechende Themenformulierung
  • logisch, stringenter Aufbau der Arbeit
  • durchgängige Beachtung des thematischen Schwerpunktes ("roter Faden")
  • plausible und belegbare Schlussfolgerungen im Verlauf der Arbeit
  • Abschließendes, reflektierendes Resumeé
4. Methodenbeherrschung
  • Kenntnis und sachgerechte Anwendung fachwissenschaftlicher Methoden (z.B. quantitative und qualitative Methoden der Sozialforschung)
5. Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens
  • Zitiertechnik und Belege
  • Literaturverzeichnis (Bei Angabe von Internetseiten muss das Zugriffsdatum angegeben werden)
  • formaler Aufbau der Arbeit (Deckblatt, Inhaltsangabe, Literaturverzeichnis, Anhangsverzeichnis, Abkürzungsverzeichnis)
6. Sprachliche Form
  • sachgerechte und klare Fachsprache
  • Sprachrichtigkeit (Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik)

 

Literaturempfehlung:

Frank, Norbert (Hrsg.): Die Technik des wissenschaftlichen Arbeitens: eine praktische Anleitung. 13. Aufl., Paderborn u.a. 2006.  

Kruse, Otto: Keine Angst vor dem leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. 10. Aufl., Frankfurt am Main 2004.  

Rückriem, Georg, Joachim Stary und Norbert Franck: Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens. 10. Aufl., Paderborn 1997.