Forschungsprojekte

Krankenkassen als Partner der kommunalen Gesundheitsförderung und Prävention. Erfolgsbedingungen der Umsetzung des Präventionsgesetzes durch die Kommunen in NRW


Im Juli 2015 hat der Bundestag ein Präventionsgesetz verabschiedet. Dieses Gesetz sieht Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen für Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten (§ 20a SGB V) vor. Es eröffnet den Kommunen neue Möglichkeiten der Kooperation mit Krankenkassen und bietet ihnen zusätzliche Finanzierungsoptionen für präventive und gesundheitsförderliche Projekte. Ziel des Forschungsprojektes ist es, die Erfolgs- und Hinderungsbedingungen dieser Zusammenarbeit zu ermitteln. Im Zentrum der Analyse steht deshalb die Interaktion der beteiligten Akteure. In einem ersten Schritt werden die Kommunen in NRW zur Umsetzung des Präventionsgesetzes befragt (Ist-Analyse). Basierend auf dieser Ist-Analyse werden dann in einem zweiten Schritt einzelne Kommunen ausgewählt, um dort die Erfolgs- und Hinderungsfaktoren einer erfolgreichen Antragsstellung und Kooperation mit den Krankenkassen mithilfe qualitativer Interviews näher zu untersuchen.

Laufzeit: 12/2016 bis 05/2018, gefördert vom Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW)

Projektseite
Veröffentlichung

Die Bundesländer als Verhandlungspartner der Sozialversicherungen. Was erklärt die (Nicht-) Varianz in der Umsetzung des Präventionsgesetzes auf Landesebene?


Das neue Präventionsgesetz (PrävG) verpflichtet die Träger der Sozialversicherungen auf Bundesebene eine nationale Präventionsstrategie zu entwickeln und diese auf Landesebene mit den zuständigen Ministerien mittels Rahmenvereinbarungen umzusetzen. In den Landesrahmenvereinbarungen (LRVen) sind u.a. gemeinsame Ziele und Handlungsfelder zu definieren, sowie Zuständigkeiten und Kooperationen zu regeln (§ 20f SGB V). Damit schafft das PrävG auf Landesebene eine neue Akteurskonstellation: Die Länder werden zu Verhandlungspartnern der Sozialversicherungen und so in das korporatistische System eingebunden.
Wir untersuchen diese Akteurskonstellationen sowie die sich daraus ergebenden Politikergebnisse in den Ländern: Welche Unterschiede der Umsetzung finden sich in den Bundesländern und welche Gemeinsamkeiten? Und wie lassen sich diese Unterschiede und Gemeinsamkeiten erklären? Zur Beantwortung der ersten Forschungsfrage führen wir eine Inhaltsanalyse der LRVen durch und untersuchen insbesondere, in welchen Punkten die LRVen von der Mustervorlage des AOK-Bundesverbandes abweichen. Zur Erklärung der Unterschiede analysieren wir die Entstehungsprozesse der LRVen in vier bis fünf Bundesländern ausführlicher. Hierfür führen wir Interviews mit den beteiligten Akteuren und nutzen Konzepte des akteurszentrierten Institutionalismus zur Analyse.

Laufzeit: 03/2017 bis 09/2017
Veröffentlichung I
Veröffentlichung II

The Transformation of the Social Right to Healthcare. Healthcare entitlement reforms in England and Germany 1977/79-2013

Dissertation, abgeschlossen März 2015

Veröffentlichung

Entscheidungsverfahren und Verteilungseffekte. Die Allokation von Gesundheitsleistungen in OECD-Ländern

Projektleitung: Prof. Dr. Claudia Landwehr, Gutenberg-Universität Mainz

Laufzeit: 2008 bis 2015

Homepage des Projektes