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Arbeit und Sozialstruktur: Dynamiken, Vielfalt und Zusammenhalt

Das Forschungscluster untersucht die Formen und Wechselwirkungen der Neuorganisation von Arbeit und Wertschöpfungsketten einerseits, der Pluralisierung von Lebensformen und Geschlechterverhältnissen andererseits sowie der damit zusammenhängenden Dynamik sozialer Ungleichheit. Zudem werden die Folgen dieser Prozesse für die Regulierung von Arbeit und den Wandel der Arbeitsbeziehungen in den Blick genommen.

Die Organisation von Arbeit und Wertschöpfungsketten verliert im 21. Jahrhundert ihre traditionellen räumlichen (gebäude-, orts- und nationalstaatsbezogenen) und zeitlichen (tages-, wochen- und jahresbezogenen) Begrenzungen. Grenzüberschreitende mobile Arbeit und arbeitsbezogene Migration werden nicht nur in der industriellen Fertigung, sondern auch in sozialen Dienstleistungen und Kreativberufen bedeutsamer. Gleichzeitig differenzieren sich die Formen des Zusammenlebens in Partnerschaften und Familien, der damit verbundenen Versorgungsarbeit sowie die Geschlechterverhältnisse weiter aus. Der Forschungscluster fokussiert dabei in interdisziplinärer Perspektive auf die wechselseitigen Beeinflussungen beider Prozesse und auf die daraus entstehenden neuen Formen sozialer Ungleichheit und sozialer Bindungen.